Achtern Diek, Landbier, Pils Privatbrauerei Karl Hintz, Marne in Holstein
0,5l Mehrwegflasche, 4,8%vol

In recht ungeduldiger Manier kommt das Bier hervor achtern Diek. Die Schaumkrone guckt schon über den Flaschenrand noch bevor ein Glas zur Hand ist. Es purzelt dann ungestüm ins Glas und macht dort anständig Schaum. Eigentlich macht es jetzt aber auch auf die ruhige Tour, wenig Kohlensäure und wenig Biergeruch. Das Bier beginnt mit einem sehr kernigen, leicht ins zu bittere tendierenden Malz. Eher eines der nicht ganz gelungenen Pils-Malze. Das Wasser ist nicht schlecht, nur am Gesamtvolumen mit einem zu großen Anteil vertreten. Soll heißen: das Bier kommt mit einem leicht verwässerten Geschmack daher. Der Hopfen ist bis hierher noch immer achtern Diek. In der Mitte wird das Bier eine Nuance milder und fruchtiger. Das Bitter vom Antrank verschwindet nicht ganz und sorgt so zusammen mit dem vielen Nordsee-Wasser für eine nicht so tolle Bewertung. Das "Dithmarscher Pilsner" aus derselben Brauerei schneidet deutlich besser ab! Dafür ist die Aufmachung der Buddel so richtig das für Nordseefans, was Heidi und die Alm für Aplenfans ist. Der Leuchtturm auf der Wiese, ein paar Schwarzbunte Kühe fehlen noch und das Klischee wäre perfekt ....
Ein Bier aus der Brauerei Hintz ohne die traditionelle Bügelverschlußflasche. Dafür ist es auch ein einfaches Pils, knapp Mittelmaß. Die Flasche taugt ja auch nicht für eine Flaschenpost - ohne
Verschluß - oder?
Fazit: einfach Pils
Bewertung: + + - [d 10/08]
Achtern Diek "Landbier Pils", Privatbrauerei Karl Hintz, aus Marne in Schleswig Holstein; 4,8% Vol: Dieses norddeutsche "Seebier" überzeugt den Genießer bereits vor dem Trinken durch das liebevoll gestaltete Label. Ein Leuchtturm (Westerhever Sand!) mit einer saftigen Wiese im Vordergrund und der Nordsee hintendran - schön! Für ein nordisches Pilsner fehlt dem Achtern Diek allerdings ein gutes Stück steife Herbe. Es macht eher den Eindruck, als sei hier ein wenig Nordsee in den Braukessel gelaufen und dadurch eine unverkennbare Wässrigkeit entstanden. Der angenehme, mild-säuerliche, wenn auch wiederum wenig pilstypische Geschmack, kann jedoch wieder einige Punkte gut machen. Insgesamt ein wirklich trinkbares Bier, dass aber doch nicht derart zum Weitertrinken überredet, als dass die Gefahr bestünde, dass ein Leuchtturmwärter aus Trunkenheit allzu viele Schiffe aufs Riff schickt.
Prädikat: Leuchtpils
Wertung: + + + - (pit 10/01)
PS: Danke an Werner aus Schleswig Holstein, der uns diesen Text mit seinen Tipps auf Fordermann gebracht hat!