Adler Premium Pils (4,8 %) 0,33-Liter-Flasche seit ? gebraut und abgefüllt:
Gräflich zu Stollberg’sche Brauerei Westheim, 34431 Marsberg
in NRW:
„Qualität aus dem Münsterland seit 1869. Die traditionell
eingebrauten und naturbelassenen Rohstoffe geben unserem Adler Premium
Pils seinen besonderen spritzigen und frischen Charakter.“
Der Schaum erfüllt hohe Ansprüche. Die Struktur ist fein,
das Volumen hoch, der Stand gut. Da kann man schon mal absolut nicht
mosern. Das klare Gelb neigt ins mittlere. Säuerlich-citrusartiger
Geruch, etwas beißend. Darunter liegt eine nicht ganz einwandfrei
gelungene Karamellnote, die zum Pils nicht so ohne weiteres passen will.
Nun … schmecken wir mal rein.
OK. Den Bierolymp wird dieses Pils sicher nicht erklimmen. Man könnte
jetzt boshaft sein und von einem „Feuerwerk an Fehlaromen“
sprechen. Aber das sind wir ja nicht. Gehen wir pragmatisch vor. Der
Hopfen zieht sich in gezackter Linienform durchs Aroma, wirkt spröde,
unstet, grob. Nach was er genau schmeckt, ist schwer zu definieren.
In jedem Falle ist es wenig natürlich, bekömmlich und frisch.
Die Gerste steuert eine Karamellnuance hinzu, die mehr aufdringlich
als frei wirkt, dumpf und unscharf ist und in einem Pils so eigentlich
nicht auftauchen sollte. Im Finish dann ein spelziger, grobkörniger,
uninspirierter, aufdringlicher Abtrunk, der kaum für Freude sorgt.
Harmonie, Natürlichkeit, Anregendes … das findet sich hier
schwerlich. Auch mit aller Objektivität und Offenheit fällt
es schwer, diesem Pils etwas Gutes abzugewinnen. Man tut sich schwer
mit dem Abtrank. Hier scheint einiges schief gelaufen zu sein. In den
Abguss kommt es gerade so nicht. Die Zwei ist irgendwo das Maß,
mit dem hier gemessen werden muss. Ich weiß nicht, wie sich das
Bier vom Fass verhalten würde. Aber aus der Flasche ist es keine
Freude.
Fazit: …aus Tradition
Wertung: + + [t 07/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz und Hopfen
Im Internet unter:
www.adler-greven.de