Ahornberger Landbier Märzen (5,3%) seit 1739 aus Konradsreuth in Bayern: Harziger Geruch. Etwas abgestandener Eindruck. Das kann aber auch daran liegen, das der schmucken Bügelflasche etwas Inhalt entwichen zu sein scheint. Vielleicht kam ja etwas Luft ran. Wobei die Kohlensäure deftig und direkt agiert. Der Geschmack ist nicht frei von Unregelmäßigkeiten und hat etwas leicht kantiges und unrundes. Aber nur in Ansätzen Es überwiegt eine merkbare Qualität. Die Zutaten schmeckt man heraus. Relativ klar und umrissen. Das Wasser ist weich und die Kohlensäure entfacht einen weichen Wirbel. Stark malzig und vollmundig im Aroma. Jedoch kann man nicht über eine gewisse Unwucht hinweg sehen. Es läuft nicht so glatt und so rund wie z.B. Röhrl's Gäuboden Landbier von vorhin. Hier sind mehr Ecken und Kanten vorhanden, die aber keine runden Abschlüsse haben sondern leicht widerhaken. Jedoch alles in Maßen. Das Positive ist im Vorteil. Vor allem dieser malzige Abgang ist sehr angenehm und wohlig. Recht naturbelassen, kernig und würzig. Einzig dieser leicht scharfe Beigeschmack, der sich vom Eintritt bis zum Abgang nicht recht abschütteln läßt, stört. Doch damit kann man leben. Wenn man nicht an diesem Abend den Biergral finden will oder muß. "Aus einer traditionsreichen Privatbrauerei zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald im bayerischen Vogtland. Moderne Brauereianlagen, lange Reifezeit, beste Rohstoffe bringen den unbeschwerten Biergenuß." Die Private Landbrauerei Strössner, Ahornberg braut mit ihrem Märzen eine Bier, das malzig und würzig genug ist, um zu überzeugen. Man schmeckt traditionelles Brauhandwerk und reine Zutaten. Nur der erwähnte Beigeschmack schmälert den Eindruck. Aber aufgrund dieses vollmundigen, malzigen und reinen Aromas im Allgemeinen kann man getrost eine 5 geben.
Fazit: Trotz Beigeschmack gut
Wertung: + + + + + (t 11/02)