Andechser Bergbock Hell, Klosterbrauerei Andechs, seit 1455, 82346 Andechs, Bayern, D, 6,9%vol, 0,5l Mehrwegflasche:
Ein weiteres Bier aus der Andechser Klosterbrauerei. Es ist wirklich hell, hat einige
Schwebstoffe als ur-trübe Bestandteile, hoffentlich gehört das so. Der Schaum entwickelt sich übermächtig, ist sehr standfest, das ist auch bei anderen Andechser Bieren so. Der Geruch verheißt kräftiges Malz, leichtes Alkohol-Übergewicht und wieder Malz.
Das Bier ist kräftig malzig im Antrank und dann krachen Süße und Alkohol mit ihrer ganzen Wucht herein. Da sollte man vorsichtig sein! Immerhin hat es ja auch fast 7 Umdrehungen. Ein kräftiger Schluck! Süffig ist es, das macht die Sache noch gefährlicher. Sehr gut komponiert ist es, der Alkohol läuft im Einklang mit dem Malz und der mäßigen Süße. Das Bier wirkt sehr stark, ist aber nicht grundlegend alkohol-lastig. Ein gutes Bier. Ein starkes Bier.
Fazit: gut, stark, Andechs
Bewertung: + + + + + - [d 03/08]
Andechser Bergbock hell 6,9% Vol. seit 1455 Andechs Dieser Bock mit seinen satten 6,9% Vol. überrascht des Bierkenners Geschmacksknospen mit seinem schier unglaublich weichen Wassers und dem sanften aber kräftig, würzigen Gemüts. Hochgelobt soll der heilige Berg zu Andechs sein. Jahrhundert alte Biertradition unter der Obhut breiter Mönche. Gehegt und gepflegt es ein Lebenselexier der Spitzenklasse verdient hat. Sein hervorragender Geschmack breitet sich wie das wohlriechende Parfum einer hübschen Frau in einem engen Fahrstuhl aus. Und sein excelenter Abgang beweis aufs neue: Es lohnt sich den Andechser Berg zu besteigen.
Prädikat: Mönchsgold
Wertung: + + + + + (pat)
PS: An dieser Stelle vielen Dank an Nina, die in der Andechser Braueirei das Brauhandwerk gelernt hat und uns mit Infos und Bildern unterstützt hat.
Andechser Bergbock Hell (6,9%) seit 1455 aus dem Kloster Andechs: "Genuß für Leib und Seele" steht auf der Flasche. Der Mönch, der sich diesen Spruch ausgedacht hat, der sich diesen Spruch ausgedacht hat, ist sicher einer der rabiaten Sorte. Denn dieser Bergbock ist schon ein hartes Stück Arbeit. Äußerst aggressiv im Antrank, ziemlich streng im Mittelteil und der Abgang erinnert an eine Trainingseinheit eines Berzirksligastürmers mit Jens Jeremis. Dieses Starkbier ist eines derer, welche man eigentlich vermeiden möchte. Zu stark, zu dominant, zu viel Durchsetzungsvermögen. Dem Trinker geht bald die Kondition aus und man schnappt nach Luft. Es gibt zwar durchaus Böcke mit mehr Umdrehungen. Aber unter diesen finden sich Biere, die weit aus milder mit dem Verurteilten umgehen. Das Andechser Bergbock Hell ist da von anderem Kaliber. Es kennt kein Erbamen. Kräftig, wie eine Bulldogge, würzig, wie eine Packung Chilli und überwältigend, wie Pamela Anderson in Baywatch. Mir ist diese Sorte Bier nichts. Mir ist das zu scharf, zu aggressiv, zu unausgewogen. Hier werden die Geschmacksnerven regelrecht gefoltert. Mir fehlt die milde Würze und das ausgewogene Aroma eines Mittelklassebieres. Eines Gerstensaftes, den man einfach so trinken kann, ohne das Gefühl zu haben, Medizin zu trinken oder die Zunge heraus gerissen zu bekommen. Hier beim Bergbock Hell muß man wirklich den Hintern zusammen pressen, um sich nicht zu bemachen. Gut. Nein. Es ist kein schlechtes Bier. Man erkennt durchaus hinter dem steifen Vorhang aus Alkohol und dickem Malzextrakt eine gewisse hohe Qualität des Bieres. Diese bringt ihre Eigenschaften aber mit zuviel Kraft und Donner auf den Asphalt. Und der Nachgeschmack ist auch nicht ohne. Man hat noch Minuten nach dem letzten Schluck ein ungemein wild-würziges, bizzelndes und scharfes Gefühl auf der Zunge. "Besuchen Sie uns auf dem Heiligen Berg und erleben Sie Benediktinische Gastlichkeit mit einer zünftigen Brotzzeit und unseren sieben berühmten Andechser Bierspezialitäten." Liebe Mönche vom Heiligen Berg. Wenn ihr mit diesem Bier eure Gastfreundlichkeit unterstreichen wollt, dann möchte ich nicht wissen, wie ihr mit unliebsamen Gästen umgeht. OK. Spaß beiseite. Dieses Bier fordert den ganzen Mann im Trinker. Ein echt harter Brocken. Das trinkt man nicht so einfach wech. Da braucht man schon ein gewisses Stehvermögen. Es hat zwar Qualität und Ausdruck. Aber ein wenig mehr Milde wäre hier sehr angebracht. Das haut einen sonst spätestens nach dem zweiten voll vom Hocker.
Fazit: Harter Brocken
Wertung: + + + - (t 08/02)