Andechser Spezial Hell, Klosterbrauerei Andechs, Bayern, 0,5l Mehrwegflasche, 5,9%vol.:
Spezial mit fast 6%. Das kommt erst mal gut. Hell und blond lockt es. Ein weiß-blonder Schaum-Schopf Obenauf. Riecht lecker. Blond ist es. Malzig ist es. Ein weinig säuerlich im Antrank. Kohlensäure und eine Zitrus-Art.
Fruchtig mild bleibt es. Zum Abgang meldet sich ganz leicht über der milden Kohlensäure der Hopfen. Weiches Wasser. Weiches Bier. Und doch stark und süffig. Die Alkoholnote kommt nach den Hopfen- und Malzkomponenten im langen Abgang. Der umschmeichelt den Gaumen und macht Lust auf mehr... Süffig, rund und weich, Zitrus-fruchtig und stark blond! Keine Kompromisse.
Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot
Fazit: Starkes Blond!
Bewertung: + + + + + (d 06/05)
Andechser "Spezial Hell" 5,9% Einer der wenigen wirklich großen Verdienste der katholischen Kirche liegt darin, einige Mönche hervorgebracht zu haben, die dieses Bier zu entwickeln wussten. "Mein tägliches Andechser gebt mir heute! ... Und morgen und nächste Woche!" Dieser Schaum steht ... und umschmeichelt meine Lippen, wie ein "Labello Med" - Stift nach 30 Tagen Sandsturm. Der Geschmack dieses Bieres ist wie eine Melodie, die in gesetztem Adagio meine Sinnesorgane umspült. Dieses durchdringende Aroma wühlt den Rachenraum auf und lässt die Zunge schnalzen.
Fazit: täglich Brot
Wertung: + + + + + + (pit) 05/01
PS: An dieser Stelle vielen Dank an Nina, die in der Andechser Braueirei das Brauhandwerk gelernt hat und uns mit Infos und Bildern unterstützt hat.
Andechser Spezial Hell (5,9%) seit 1455 aus Kloster Andechs: Knallrot. Wie ein Giftfrosch. Und auf der Rückseite Werbung für Develey Senf mit feinen Gewürzen und Bärlauch. Tja. Was soll man davon halten? Noch bevo der erste Schluck die Kehle hinunter rinnt, ist man schon voreingenommen. Und das bei traditionellem Andechser Bier. Haben die das nötig? Auch wenn der Senf aus der "Andechser-Produkt-Familie" stammt. Na ja. Nicht unbedingt mein Ding. Werbung auf einer Bierflasche. Wo soll das nur hinführen? Gut. Das Bier. Hell und klar. Weiches Wasser. Rundes, volles Aroma. Würziger, kräftiger Geschmack. Süffig und bekömmlich. Vielleicht etwas zu glatt und ausgewogen. Aber dafür gibt es auch kaum etwas zu meckern. Das Bier beschränkt sich auf eine sehr klassische Variante Hopfen & Malz. Aber diese trifft es hervorragend und läßt manch anderes großspuriges Helles alt aussehen. Im Abgang findet man noch (neben einer schwachen, zu vernachlässigen Schärfe, die wohl von der hohen Schlagzahl stammt) eine frische Citrusnote, die dem Bier die Süffigkeit noch verbessert. Doch. Süffiges, leckeres, rundes, bekömmliches, würziges, umgängliches Bier. Weich und trotzdem griffig. Wenn nur diese blöde Werbung nicht wäre... hätte es eine 5,5 gesetzt.
Fazit: Senfbier
Wertung: + + + + + (t 07/02)