Andechser Hell (4,8 %) seit 1455 (!) aus Andechs in Bayern:

Eines der klassischsten und berühmtesten Biere Bayerns: das Andechser aus dem Kloster Andechs. Der Schaum, der sich beim Einschank bildet, ist grandios. Die Farbe ist hell- bis mittelgelb und klar. Der Geruch ist elegant in seiner Malzigkeit, aber die grasige Hopfigkeit stiehlt im fast die Schau. Sehr spritzig und lebendig.
Klarer, reiner, unaufdringlicher Antrank. Sanfte Malzschübe harmonieren prima mit feinherben Hopfenimpressionen. Gekonnt strukturiertes Arrangement aus satten Malzaromen und grasigen Hopfeneindrücken. Kein großes Spektakel. Dafür nachvollziehbare, klare Strukturen. Alles ist im Einklang, harmoniert, fließt ineinander. Sehr süffige Vorführung. Jeder Schluck ist herzhaft-würzig, griffig. Die Vollmundigkeit ist sicher nicht perfekt. Die Intensität der Aromen könnte eindringlicher sein. Der Trumpf dieses Hellen ist seine leichte, unangestrengte und harmonische Süffigkeit. Eine dezente und nussige Trockenheit gilt es noch zu erkennen.
„Die Klosterbrauerei Andechs verbindet benidiktinische Brautradition mit modernster Brautechnologie. Feinste Rohstoffe, schonende Brauverfahren, kalte Gärung und lange Lagerung des Bieres von bis zu sechs Wochen – so sind Andechser Klosterbiere ein Genuß für Leib & Seele.“
Frei. Klar. Lebendig. Ein spritziges Helles, schwungvoll, frisch-malzig, verfeinert mit grasigen Hopfennoten, die sich gut in das Gesamtbild einfügen. Ein Bier, das in jeder Situation eine gute Figur macht. Eine lange bayerische Klosterbrautradition ist ein weiterer Anreiz, einmal ein benidiktinisches Bier zu trinken. Leider ist die Kohlensäure etwas zu aktiv und nimmt den Bier etwas an Ortbarkeit. Ansonsten aber ein wirklich gutes Beispiel and Heller Braukunst.

Fazit: Benidiktinische Brautradition
Wertung: + + + + + [t 01/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Im Internet unter: www.andechs.de


Andechser Klosterbräu Hell, seit 1455, Klosterbrauerei Andechs, 82346 Andechs, Bayern, D, 11,5°, 4,8%vol. alc., vom Faß in der Klosterschänke Andechs:

So ein Bier, spritzig, hell, leicht und bekömmlich. Ein Klosterbier, direkt aus der Klosterbrauerei in den Biergarten des Klostergasthofes umgeleitet. Von dort in unsere durstigen Kehlen. Gut Malz verwenden die Mönche (ich denke, es sind heutzutage auch keine Laien(brüder) mehr, die das Bier hier brauen) und tun auch eine gehörige Menge an guten Hopfenblüten dazu. Das Bier erscheint mild und duftet sehr angenehm. Ganz wenig herb ist der Abgang, nicht störend, eher den Gesamteindruck angenehm abrundend.
Das einzig nicht 100%ige ist der schwache Schaum, wenn das Glas auf dem Tisch landet, ist der schon weg. Schade, sonst hätte ich gern volle Punktzahl gegeben.

Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot
Fazit: Das gute Klosterbier
Bewertung: + + + + + - (d 10/06)

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Andechser Klosterbräu Hell, seit 1455, Klosterbrauerei Andechs, 82346, Andechs, Bayern, D, 11,5°, 4,8%vol. alc., 0,5l Mehrwegflasche
Auch aus der Flasche - das Bier kann man getrost auf seinen Brotzeit-Tisch stellen.
Hier prickelt es ein wenig mehr als aus dem Faß - aber der Wirt stellt ja seine Kohlensäure zum Zapfen meist selber ein... Es gibt von mir keine andere Bewertung als bei demselben aus dem Faß.

Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot
Fazit: Das gute Klosterbier
Bewertung: + + + + + - (d 10/06)