Angerman Hefe-Weissbier Hell (5,1 %) seit ? aus Bamberg in Bayern:
Der Schwan im Logo, das bayerische Trachtenpaar mit gefüllten Hefeweizengläsern bewaffnet, im Hintergrund ein ruhiger tiefblauer See, im Hintergrund die majestätischen Alpen. Und als Slogan: „Bayerische Bierspezialität“ Was haben aber die Alpen und Bamberg gemeinsam? Wird hier versucht, durch ein altbackenes Klischee einen guten Eindruck zu machen? Und siehe da. „Angermann Markenvertrieb GmbH, Breitäckerstr. 9, 96049 Bamberg – Hergestellt und abgefüllt in Deutschland“ Tja. Da wird man nicht ganz schlau draus. Rechnen wir es aber trotzdem mal der Bierstadt Bamberg zu.
Säuerlicher Citrusgeruch. Die Farbe hell- bis mittelgelb. Der Schaum eher grobporig, der Stand ist einem Weizen entsprechend gut.
Der Antrank geht eher in die Richtung Citrusfrucht, hefelastig, mit leichten Korkanteilen angereichert. Es wirkt etwas dünnwandig bzw. unterkühlt. Zwar wirkt das Wasser recht fein und die Kohlensäure macht auch keine schlechte Figur, entwickelt sogar eine nette Schaumigkeit. Aber der Geschmack hat nicht die nötige Tiefe und Wärme, um Herzen zu gewinnen. Kein Highlight des Weizenbieruniversums. Sicher. Aber auch kein Fall, an dem man verzweifelt. Recht süffig und auch rund im Geschmack, bewegt es sich auf gutem Durchschnittsniveau. Aroma wie Geschmack bieten keine neuen tiefgreifenden Erkenntnisse, bergen aber kaum störende Elemente. Vom etwas säuerlich-hefig-korkigen Abgang abgesehen. Auch der eher breite Geschmackskörper, der dem Trinker ein eher lästiges Völlegefühl beschert, ist nicht Premium. Also. Keine Offenbarung. Aber auch keine Niete. Unbefriedigend ist die schleierhafte Herkunft. Das ganze deutet auf eine Kommerzbier hin. Vielleicht Überschüsse, die über Getränkemärkte vermarktet werden. Wie auch immer. Mann kann’s trinken. Gute 3.
Fazit: Schwanenhefe
Wertung: + + +* (t 04/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Inhaltsstoffe: Wasser, Weizen- und Gerstenmalz, Hefe, Hopfen, Hopfenextrakt