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| Apoldaer Festbock, Vereinsbrauerei Apolda, 99590 Apolda,
Thüringen, alc 6,5% vol;e0,5l;Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot
von 1516: Bockbiersaison im Sommer? In Apolda ja! Und was für ein Bock! Ein Bier, das manch ein belgisches Starkbier in den Schatten stellt! Geschmackstyp ist eher belgisch, deshalb der Vergleich. Vergleiche hinken, also trinken... Ein süßlicher Malztyp bestimmt den Grundton. Eine leicht bittere Fruchtnote schleicht sich an den Gaumen. Auf der Zunge süßlich, am Gaumen herb. Interessant. datzu eine leichte fruchtige Säurenote, die ich noch nicht zuordnen kann. Für Pfirsich ist's zu bitter, ich hab's, es ist eine Spur von Sherry, altem Sherry im Abgang. Interessant. Der doch nicht unerhebliche Alkoholgehalt ist schon zu spüren, wenn man seinen Riecher über das Glas hält. Ein starkes Gebräu ist es schon, deshalb vielleicht der Vergleich mit den Belgiern. Dagegen hält das Apoldaer seinen doch gut ausgewogenen Hopfenanteil. Es ist nicht zu süffig, dass man gleich einen Humpen kippen will, aber auch nicht ungefällig, dass man bei der Hälfte aufhören möchte. Ein Karamelton mischt sich unter das Bittere, der Abgang ist ganz und gar nicht Bock-untypisch. Der etwas fruchtig-säuerlich-bittere Abgang verstärkt sich, je wärmer das Bier wird. Kalt sollte es schon getrunken werden. Nach dem leichten Apoldaer Glocken-Hell (4,5%vol) war dies eine Erfahrung, die wie eine Bombe einschlug, ein Bockbier im Sommer! Wer's verträgt - bitte! Reinheitsgebot: Ja Fazit: gegen das Sommerloch! Bewertung: + + + + + (Dieter 07/04) |