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| Apoldaer Glockenpils (4,8 %) seit 1887 aus Apolda in Thüringen: Das ist Schaum. Eine kolossale Haube wölbt sich auf, schneeweiß, feinporig, toller Stand. Der Geruch ist sehr herb, klar und hopfig, eindeutig auf die weibliche Doldenfrucht hin ausgerichtet. Da gibt es keinen Zweifel. Die Farbe ist ziemlich hell, von feinem Glanz. Hätte das Bier etwas mehr Kohlensäureaktivität, dann könnte man sicher einiges an Wertung rausholen. So aber wirkt dieses Pils extrem taub und lau. ... Gut. Nochmals mit allergrößter Vorsicht eingeschenkt und tatsächlich, die Sache kommt nun besser zur Entfaltung. Der Hopfen hat hier eindeutig das Sagen, hat eine klare und reine Ausrichtung, lässt aber ein wenig Leben und Schwung vermissen, wirkt sehr trocken, zwiebelartig und konser-vativ. Auf der anderen Seite wirkt dieses Pils, natürlich auch aufgrund der extrem dezenten Kohlensäure, sehr mild und bekömmlich, übersieht man diesen leicht kantigen und unnatürlichen, unerklärlich plastikartigen Bei-geschmack, aber das können wir natürlich nicht, und somit relativiert sich der gute Mitteleindruck dann doch wieder. Man tut sich schwer, die eigenen Note dieses Bieres zu entdecken. Es schmeckt auf den ersten Blick recht nordisch, konservativ-asketisch herb. Aber bei näherem Hinschmecken entdeckt man auch die eine oder andere Fehlfunktion im System. Wirkliche Reife oder besondere Klasse kann man diesem Pils nicht attestieren. Es schmeckt ein wenig bieder und leider viel zu kurz angebunden. „Beste einheimische Rohstoffe und die Pflege edler Braukunst verleihen unserem Apoldaer Glockenpils seine wohlbekömmliche Frische mit feingehopftem Geschmack. Prost auf Thüringen!“ Fazit: Klein und trocken Wertung: + + + [t 01/06] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt Im Internet unter: www.vereinsbrauerei-apolda.de |
| Apoldaer Glockenpils, Seit 1887, Vereinsbrauerei Apolda,
D-99510 Apolda, Thüringen, Alc.: 4,8%vol., 0,5l Mehrwegflasche: Die Aufmachung ist traditionell, mit Löwen im Wappen und opfenblütenkranz, gold und grün, bieder. Gar nicht bieder die Spritzigkeit, mit der das Bier aus der Flasche will. Im Glas formt sich ein helles Pils mit einer freundlichen Schaumkrone. Die Nase wittert ein leichtes Malz. Und wird nicht betrogen. Ein leichtes Malz gepaart mit weichem Wasser. Das kann ein Bier werden! Es ist glatt und ohne Stolpersteine, recht ausgeglichen gehopft und ganz gut trinkbar. Gut zum Feierabend, gut zur Thüringer Rostbratwurst. Alltagstauglich. Reinheitsgebot: Ja Fazit: Alltagstauglich Bewertung: + + + + (D 11/04) |