Askania Pils (5,0 %) seit ? aus Frankfurt an der Oder in Brandenburg:
Düster grün-rot-gestreifte Dose. Blickfangend. Rauer Duft.
Hier steht die Milde nicht an erster Stelle. Dafür ist der Schaum
beachtlich und ansehnlich. Farblich orientiert es sich an eher helleren
Pilstypen.
Antrank, Mittelteil und Abgang bemühen sich und können phasenweise
überzeugen. Vor allen in Sachen Wasser und Kohlensäure. Hier
erzeugt dieses Pils eine wohlige Atmosphäre. Sehr süffig,
leicht und flüssig. Das Aroma wirkt zu dünn um wirklich zu
überzeugen und stützt sich auf die Eckpfeiler lauer Hopfen
und wabbliges Malz. Das ist aber gar nicht so wild, denn immerhin erzeugt
das Askania so gut wie keine störenden oder wirklich untypischen
Aromen. Der Geschmack plätschert so dahin, relativ unauffällig,
aber das Bier lässt sich gut trinken. Schräge oder plärrende
Einflüsse sind kaum vorhanden. Und das dreht die Sache wieder.
Man fragt sich: Lieber ein volles, tiefes Bier mit Macken, das am Ende
nervt oder ein leichtes, belangloses, dafür gut geöltes, süffiges
Pils, das zwar nicht sonderlich anspruchsvoll ist, dafür aber kaum
merklich im Rachen verschwindet. In solchen Zweifelsfällen kann
man sich nur für die zweite Version entscheiden – und liegt
richtig. Nicht viel Geschmack. Kaum üppiges Aroma. Dafür ziemlich
unbelastet, keimfrei, wenig Charakter oder Individualität, Durchschnitt
wohl, aber das kann manchmal auch gut sein. Hopfen und Malz nicht in
Höchstform. Zu lau unf lirnldo durchgemaischt. Aber immerhin gut
im Zug.
Fazit: Gut im Zug
Wertung: + + + - [t 07/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Thomas K. für das Organisieren
und Zusenden dieses Bieres.