Aspacher Urbräu Vollbier (5,0 %) 0,5-Liter-FlascheBrautradition
seit 1777 aus Aspach in Österreich:
Aspach liegt relativ abgelegen im Innviertel. Irgendwo zwischen Altheim
und Ried liegt der Kneipkurort Aspach. Um dort hinzugelangen braucht
man entweder eine gute Karte, ein funktionierendes Navigationssystems
und auf jeden fall Zeit. Angekommen ist man überrascht, wie groß
die Brauerei ist. Umso enttäuschender, wie wenig Biere die Brauerei
braut: genau eines. Scheinbar habe ich so enttäuscht geschaut,
dass mir der verantwortliche Lagerverwalter das Bier selbstlos geschenkt
hat. Tausend Dank dafür nochmals. Und hoffen wir, dass das eine
es auch in sich hat...
Malzwürziger, bitter-herb-malziger Geruch. Trocken-hopfige Nuancen.
Recht trocken und distanziert eingestellt. Herb-männlich. Der Schaum
macht eine gute Figur. Das Gelb ist recht hell.
Milder, bekömmliche, sanfter Antrank. Das Malz gibt den Ton an.
Spelzig. Süß in Ansätzen. Karamellnuancen darunter.
In der Vollmundigkeit sicher nicht übermäßig ausgeprägt.
Recht schlank. Dafür süffig und gutmütig. Ein vollmundig-herzhaftes
Bier. Aromatisch klar und unkompliziert. Würzig im Charakter. Die
Süffigkeit ist hoch. Die Kohlensäure fein, das Wasser angenehm.
Der Geschmack nicht übermäßig herausfordernd, dafür
neutral und bodenständig. Kein Bier mit ungewöhnlichen aromatischen
Wegen. Eher gut nachvollziehbar. Süße Spuren stehen im Vordergrund.
Das Malz hat die Hosen an. Etwas mehr Herbe hätte ich mir vorstellen
können. Ein gutes, süffiges Gebräu mit Festbiercharakter.
Der Geschmacksköper ist für ein großes aber insgesamt
zu vorhersehbar. Ganz ehrlich. Wenn sich eine Brauerei auf ein einige
Bier konzentriert, reduziert, dann muss dieses auch richtig gut und
außergewöhnlich schmecken. Das tut dieses nicht und das Ganze
erinnert ein wenig an die Brauerei Fohr in Ransbach-Baumbach, die einen
ähnlich engen weg geht. Die haben auch nur ein einziges Bier.
Fazit: Ein Bier
Wertung: + + + + [t 08/11]
-Ingolstadt-
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Zutaten: k.A.