Atlas Nimbus Blonde (5,0 %) 0,5er-Flasche, Sinclair Breweries
Ltd., Atlas Brewery seit ? aus Kinlochleven in Schottland:
Ist das nicht eine schmucke Flasche! Sieht dermaßen anregend und
edel aus. Man fühlt sich sofort hingezogen. (Zumindest geht mir’s
so) Man kriegt Lust auf Bier. Sattes Goldgelb fließt glucksend
klar ins Glas. Der Schaum schraubt sich nicht in Schwindel erregende
Höhen, wirkt aber dennoch ambitioniert. Ein fruchtiger, spritziger,
schlanker und vor allem ingwerlastiger Duft wirkt sehr erfrischend und
breit aufgestellt. Grapefruitartiges drängt sich auf. Der Hopfen
wirkt verspielt, blumig, gleichzeitig tiefgründig und reich. Das
Ganze sehr intensiv und bunt.
„Gebraut in kleinen Chargen mit dem feinsten Wasser der Highlands“!
Wundervolle Bitternoten bilden das Rückgrat des Geschmacks. Feine
Säure umspielt den Gaumen und zieht sanft die Backen nach innen.
Ingwer in reiner, reicher Form. Grapefruit und Limone bündeln sich
in einem herrlich sauren Finale. Der Hopfen drückt diesem Bier
eindeutig den Stempel auf. Das Malz bleibt Statist, obschon eine dezent-reife
Süße im Hintergrund schlummert. Fruchtig-frisch zieht die
Dolde ihren Bahn und bei jedem Schluck prasseln die Eindrücke nur
so auf den Trinker ein. Zwar relativ gebündelt in der Ingwer-Sauer-Grapefruit-Note.
Aber sehr intensiv und frei, ungebändigt und draufgängerisch.
Als wollte dieses Gebräu zeigen, was alles an Dynamik in ihm steckt.
Sehr natürliche Ausstrahlung obendrein. Das Wasser wundervoll weich,
die Kohlensäure in Gedicht. Alles wirkt natürlich und rein.
Herrlich. Der Schluck ist leicht und unbelastet, der Gesamteindruck
schlank und spritzig. Der Süffigkeitsgrad ist abenteuerlich. Kaum
setzt man das Glas ab und das trocken-bittre Sauerfinish ist am verfliegen,
greift die Hand unbewusst schon wieder zu. Ran geht’s im gekonnten
Winkel an die Lippenöffnung, und schwupp, hastenichgesehen, ist
der nächste Zug im Schlund verschwunden. Ein Bier, das mit seiner
sauren Frische Laune macht. Citrusfruchtiges an allen Ecken und Enden.
Herrlich, wie schräg und verrückt Bier schmecken kann. Die
Schotten geizen wahrlich nicht mit Aroma. Jeder Schluck überschlägt
sich fast, das wirkt vielleicht phasenweise etwas unruhig, dafür
verzaubert das Atlas Nimbus Blonde den Genießer mit einer Lebendigkeit,
Natürlichkeit und fruchtgesteuert-authentischen Geschmacksfrische,
dass es nur so kracht. Jeder Schluck ist ein kleines Aromafeuerwerk.
Ingwer, Limone und Grapefruit geben ihr bestes. Im Hintergrund taucht
noch eine etwas trockene und papierartige Hefigkeit auf, die den Wert
des Aromas noch steigert und gleichzeitig etwas ausgleicht. Die Süße
des Malzes ist dezent, zurückhaltend, dennoch greifbar. Ein richtig
gut gelungenes Bier voller Leben, Helligkeit und Tatendrang. Da spreche
noch einer von den Düsteren Highlands … dieses Bier bringt
die Sonne ins Glas. Das ist ein richtig klasse Bier.
Fazit: Düstere Highlands
Wertung: + + + + + - [05/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot:
k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter:
www.sinclairbreweries.co.uk
PS: Interessant noch die Trinkempfehlung der Brauerei:
„Norman Sinclar (scheinbar der Besitzer oder Braumeister) empfiehlt,
dieses Bier entweder alleine für sich, oder zu einem Hähnchengericht,
Fisch oder Käse zu genießen.“ Nun. Ich bleibe beim