Auerhahn Pils Feines Premium, seit 1585, Auerhahn Bräu GmbH, Schlitz in der Rhön, Hessen, Deutschland, 0,5l Mehrwegflasche, 4,9%vol., Goldener Preis 2004 DLG Bundesprämierung.
Das Auerhahnpils aus der hessischen Rhön hat einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Es hat einen angenehmen malz-betonten Antrank nach einer sauberen Schaumentwicklung. Die sonnenhelle Farbe harmoniert mit dem klaren weichen Bergwasser. Das weiche Wasser macht ein Bier, das sehr glatt über den Knorpel läuft wie gute Böhmische Biere. Der Hopfen kommt nach und nach zur Geltung, nach ein paar Schlucken hat man so das ganze Pils-Gefühl. Der Abgang ist weich und angenehm, das Bier geht so wie es kommt, freundlich, frisch und lecker. Gut gebraut! Anerkennung! Eines der besten Bier dieser Gegend!
Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot: Ja
Fazit: weiches leckeres Pils
Bewertung: + + + + + (d 10/05)
Auerhahn Pils (4,9%) seit 1585 aus Schlitz in Hessen: Vollwürziger Geruch. Der Schaum ist ein Gedicht. Die Farbe wie die der meisten Pilsbiere. Aha. Sehr weich. Sehr würzig. Der Hopfen spielt hervorragend mit dem Malz zusammen. Beide zeigen Charakter und Stehvermögen. Beide brillieren beim Solo genauso wie beim Doppelpaß. Interessante Kombination aus kernigem, würzigen Hopfen und sanftem, vollmundigen Malz. Und alles verpackt in dieses weiche Wasser und die wohl dosierte Kohlensäure. Macht Spaß dieses Bier zu trinken. Uns gute Bild paßt, dass dieses Bier bei der DLG-Bundesprämierung den Silbernen Preis 2002 errungen hat. "Ein edles, feingehopftes Pils. Mit leichtherbem, würzigem Charakter. Gebraut nach überlieferter Schlitzer Brautradition." Dem kann ich nur beipflichten. Und wer einmal die Chance hat, dieses mittelalterlich geprägte, gut erhaltene und von 5 Burgen dominierte Städtchen zu besuchen, der tue das. Er wird es nicht bereuen. Das malerische Ortsbild genießen bei einem kühlen Glas Auerhahn Pils. Das funktioniert. Wirklich leckeres Bierchen. Ein wenig harzig, sehr würzig, leicht nussig, vollmundig und rund. Nicht zu weich und mild sondern auch mit ein paar charakteristischen Eigenheiten ausgestattet überzeugt dieses Pils auf ganzer Linie. Im Abgang noch diese schwer zu erreichende, lang anhaltende sanft-kräftige Vibration, die den Trinker einlullt und nicht los läßt, ihn daran erinnert, wie lecker auch der nächste Schluck sein wird. Und er tut's. Er greift gleich wieder zum Glas. Setzt an, atmet davor tief durch, sperrt weit auf und läßt den blonden Gerstensaft in langen, wogenden Wellen in den Hals hinab. Es zischt. Es wirkt. Es schmeckt. Gutes Bier. Wirklich. Bin überrascht ... und suche immer noch nach einem Grund, diesem Bier keine 6 zu geben. Vielleicht wegen der nicht ganz vollkommenen Kohlensäure und Weichheit? Oder dem Geschmacksbild, dass zwar herausragend ist aber noch an der einen oder anderen Stelle Luft für Fortschritt hat? Oder aufgrund der Tatsache, dass es auf dieser Welt noch gelungenere Pilsbierkompositionen gibt? Oder vielleicht deshalb, weil ich den letzten vier Wochen gleich eine ganze Handvoll 6-er Biere (Gott sei's gedankt. Gelobt sei's Brauereihandwerk.) an der Angel hatte? Ich schwanke. Zwischen Höchstnote und Spitzenplatz... Und kann mich nicht ganz durchringen... Eine gute 5,5 gibt's. Aber vom Faß, da könnte ich mir vorstellen, schlägt der Auerhahn voll ein.
Fazit: Nobody's perfekt
Wertung: + + + + + - (t 01/03)