Auerhahn Vogelsberger Urstoff Premium (5,2 %) seit 1585 aus Schlitz in Hessen:


Bügelverschlussflasche. Klasse. Der Schaum macht sich richtig gut. Cremig. Feinporig. Straff. Bestens in Form. Die Farbe ist wie von frischem Waldhonig. Bernstein. Schön dunkelgelb. Der Duft ist harzig, hat eine ordentliche Portion Malztreber. Nicht glatt oder angepasst sondern griffig und garstig. Der Hopfen hat eine leicht bissig-holzige Note. Insgesamt sicher nicht sehr harmonisch. Dafür intensiv und eigenständig.
Holziger, eher trockener, schwach harziger Antrank. Leider auch etwas säuerlich. Und hart. Kantig. Nicht wirklich rund oder weich, harmonisch, bekömmlich … Schade. Eine trockene sowie unnahbare Hopfennote gibt dem Geschmack Fundament. Das Malz wirkt etwas zu dünn und steuert wenig Charakteristisches hinzu. Überraschend bzw. enttäuschend, dass der Geschmack so kantig und hart ist. Zwar ist das Wasser eigentlich weich, und auch die Kohlensäure macht sich nicht schlecht. Aber der Geschmack sucht noch nach seinem Platz. Auch eine nicht ganz gemütliche säuerliche Note macht sich nicht wirklich gut. Einzig eine nicht unraffinierte harzig-nussige Note sorgt für etwas Markanz. Ansonsten ist das leider eher lieblos und viel zu hart. Daneben findet sich noch eine spur Trebe. Der Grundcharakter ist herb-hart. Viel mehr ist nicht zu erwähnen. Da war die leichtere, frühere Variante scheinbar die bessere Lösung.
„Einzigartige, herbe Landschaften, urig und holperig. Offene Täler, kristallklares Wasser, ländlicher Charme. Rotbedachte Dörfchen. Fernblick über unergründliche Wälder. Burgen und Festungen. Tradition und Kultur. Fröhliche Feste und herrliche Gastlichkeit. Erleben Sie den Naturpark Hoher Vogelsberg.“
Holperig …

Fazit: Harter Hahn
Wertung: + + + [t 02/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen