Aufsesser Dunkel, Familienbrauerei Rothenbach, Aufsess, Bayern, 4,7% vol, 0,5 l Bügelverschlußflasche
Dieses Dunkel-Bier ist ein sehr helles - hellbraunes - Bier. Der Schaum kommt passabel,
hell bis champagnerfarben und hat einen guten Stand. Der Geruch ist leicht karamellig, eine entferne Wahrnehmung von Kaffee und bitterer Schokolade. Im Antrank ist dann auch das Karamell aber auch zu viel Wasser. Das Bier ist für ein rassiges Dunkelbier viel zu hell und viel zu dünn. Da gibt es nur Punktabzug. Das Wasser ist zwar schön weich, aber ein paar Prozente zu viel.
Zum Schluß ist das Bier nicht mehr ganz so bitter wie am Anfang, ein bitterer Nachgeschmack bleibt.
Und eine Apfel-Frucht-Spur ist jetzt mit dabei. Das ist ein ungewöhnliches Dunkelbier. Das gibt
mir Rätsel auf. Gut ist es irgendwie schon, nur kein richtiges Dunkelbier. Nicht perfekt.

Fazit: gut - nicht perfekt
Reinheitsgebot: Ja
Bewertung: + + + [D 12/08]
Aufsesser Premium Regionalis Dunkel 4,7% vol. seit 1886aus Aufsess in Bayern
Dieses dunkle Lagerbier verfügt über einen zart gestreuten, gleichmäßig perlenden Inhalt. Der Schaum hält sich beachtlich über „null“. Bernsteinfarben duftet es köstlich nach frischen Zutaten – gerade so als wäre es erst frisch und ungespundet eingebraut worden. Der Antrank hat einen kräftigen und würzigen Malzcharakter der sich zart und blumig zugleich gen Rachen aufmacht um dort seine Kumpels die Geschmackspapillen mit einem „Auf geht’s Matrosen“ selbstsicher begrüßt. Allerdings kommt dann jäh die Enttäuschung schlechthin. Das Aroma entwickelt sich – wie auch immer das gehen soll – in Richtung Spüligeschmack mit einem Hauch von ranzigem Harzfett. Der Abgang bestätigt diesen Eindruck nachhaltig indem ein Moloch der Bitterkeit seine Mauern hochzieht und dadurch den herrlichen Geschmack des Antranks ungeniert vernichtet. Man möchte meinen in dem Bier leben zwei Seelen, welche sich einen erbitterten Kampf der Vorherrschaft leisten. Doch Bitter gewinnt – leider. Nun, dennoch macht das Bier bei jedem Schluck am Anfang sehr viel Spaß und man wird dabei regelrecht verwöhnt – so ein bis zwei Sekunden lang. Man sollte am besten ständig an dem Bier nippen oder es in einen Tropf kippen und sich drunter legen. Doch Vorsicht! Wenn die Pulle leer ist – schnell ein neues holen oder Zähne putzen oder, oder, oder…
Knapp an der VIER vorbei
Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot? Ja
Prädikat: Zwei Seelenbier
Wertung: + + + -* (pat 12.04)
 
Aufsesser Premium Regionalis Dunkel (4,7 %) seit 1886 aus Aufsess in Bayern:
Warmer Maiabend. Der Bach plätschert sanft vorbei. Die Grillen zirpen. Das Gras wiegt sanft im Wind. Gibt es ein besseres Umfeld für einen Test als die freie Natur?
Der Bügelverschluss macht sich schon mal gut. Ebenso der Schaum, der fein- bis mittelporig stramm über sattem Bernstein-Orange hockt. Der Geruch erinnert an Keller, wirkt leicht staubig-trocken und natürlich malzig.
Fordernder Antrank. Dieses Bier setzt nicht auf Gemütlichkeit oder Harmonie sondern wühlt auf und passt sich auf keinen Fall. Eine holzig-bittere Note, begleitet durch harzige Elemente und erdiges Malz machen dieses Dunkle zu einem nicht alltäglichen und auf jeden Fall würzigen Bier. Man muss sich sicher erst einmal an das Kantige und Borstige gewöhnen; insofern man ein glattes Bier erwartet. Hat man sich aber geschüttelt, so erkennt man rasch, dass dieses Dunkle beachtliche wenn auch verborgene Qualitäten besitzt. Ein sehr individuelles und spannendes Geschmacksbild bringen viel Abwechslung. Von Langeweile kann keine Rede sein. Eher stachelt es den Trinker ständig an und macht eine Lange Nase. Facettenreich und voller Varianten. Und dieser lang anhaltende, trocken-bittere Abgang. Dazu vollmundig und in letzter Konsequenz dann doch irgendwie sanft und mild. Das mag am Wasser liegen. Sehr weich und samtig, verhilft dem Bier zu einem beachtlichen Fluss. Tja. Und dann noch dieses unangepasste und fast schon wilde.
Hier wird nicht auf den Geschmack der Masse geachtet sondern das gemacht, was schon immer getan wurde: Bier gebraut. Sehr eigen. Sehr familiär. Sehr beeindruckend. Aber im Ort mit der weltweit höchsten pro-Kopf-Brauereidichte der Welt kann ja kein Schund getrieben werden. Ein Dunkles, zu dem man getrost greifen kann.
„Ein dunkles Lagerbier, typisch fränkisch vollmundig und würzig im Geschmack unter ausschließlicher Verwendung von fränkischer Braugerste eingebraut. Bei Voranmeldung führen wir Sie auch gerne durch unsere Brauerei mit anschließenden „Zwickeln“ und Verkostung der verschiednen Biersorten. Unser Braumeister freut sich auf Ihr kommen.“ Also. Nix wie hin. Privatbrauerei Rothenbach. 91347 Aufsess. www.aufsesser.de"
Fazit: Bier aus der Fränkischen Schweiz
Wertung: + + + + + (t 05/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Im Internet: www.aufsesser.de
PS: Ob die Mixtur ob der ersten zwei Tests vielleicht geändert wurde ... ?
 
Aufsesser Premium Dunkel 4,7% vol. aus BY/Aufseß seit 1886: Fester Schaum, dunkle kräftige Farbe. Ein Bier mit einem stark vordergründigen Malz der wie ein König über seinem Volk trohnt. Das Volk der facettenreichen Geschmäcker. Leichter Hopfen, viel Würze und ein angenehmes Finnish. Dieses Dunkle besticht durch eine gelungene milde Ausgewogenheit. Ein wenig herber könnte es sein. Auch weiß dieser Tropfen nicht mit absoluter Spritzigkeit zu glänzen, denn hier wäre ein bisschen mehr Kohlensäure kein Grund, um sich einen Kopf zu machen. Wenn man sich von diesem Bier fünf reinschraubt dann ja, denn es schmeckt trotz seiner 4,7% vol. sehr schwer und lässt die Vermutung zu, dass nach zu manigfachem Konsum sich die Schädeldecke von alleine spaltet. Alles in Allem ein gutes Bier mit der Eigenschaft sich die Malzkrone aufsetzen zu wollen.
Prädikat: Malzkrone
Wertung: + + + + (pat 02.02)
 
Aufsesser Premium Dunkel (4,7%), Aufsess, BY:
Ja wo isser denn? Nach bereits wenigen Minuten hat sich der Schaum aufgelöst und man steht oder sitzt vor einem scheinbar abgestandenen Bier. Gut, muß den Geschmack nicht zwingend beeinflussen, sieht aber schlecht aus. Der Geruch verdeutlicht noch einmal die Malzankündigung des Etiketts. Sofort beim ansetzen weiß die Zunge - jetzt kommt der Malzhammer, denn die Nase hat die Info zuverlässig via Kleinhirn-A3 weitervermittelt. Wow, das hat gesessen. Malz oben, unten in der Mitte, links, rechts einfach allgegenwärtig. Liebe Aufsesser, das war wohl eine Nummer zu viel. So herrlich das Nass auch verpackt ist, da gibt es z.B. den unnachahmlichen Bügelverschluss aus Keramik und die Flaschenform katapultiert den Trinker stilecht ins 19. Jahrhundert. Familiär läd die Brauerei per Labelhinweis zu Führungen ein und auch das Etikett mit dem abgebildeten Schloß Oberaufsess ist gelungen. Dem Leser fällt beim der letzten Zeilen sicher meine Zuneigung und Herzlichkeit zu kleinen Brauereien auf. Dennoch, Leute, gerade wollte ich wieder ansetzen und hab' es gelassen. Diese Malzexplosion ist nicht wie versprochen eine "echt fränkische Spezialität", glaubt mir ich bin selbst Franke. Vielmehr erinnert mich der ganze Test an Obelix. Wenn nämlich Malz die allseits bekannten magischen Kräfte verleihen würde, wäre das berühmte Faß in welches der korpulente Comicheld als Säugling fiel randvoll mit Aufsesser Premium Dunkel gewesen, das reicht fürs Leben - totsicher. Durch übertriebene Malzanhäufung wird der Nachgeschmack und Abgang schal. Das möglicherweise angenehme, bitterherbe im Bier wird wieder und wieder übermalzt. Keine Aussicht auf Beachtung erfahren daher alle anderen Geschmacksnuancen, denn gnadenlos bekommen sie mit jedem Schluck derart eins drüber gebraten, daß es in der Seele schmerzt. In dieser Flasche herrscht keine Geschmacksdemokratie sondern wir finden hier einen eindeutige Tyrannenherrschaft des Malzes vor. Wohl dem Hopfen der es in ein anderes Fläschchen schaffte.
Fazit: Malz und Malz, Gott behalts
Wertung: + + (stl. 11/02)
Infos unter www.aufsesser.de