| Augustiner Bräu München. Lagerbier hell (5,2%) seit
1328 (älteste Brauerei Münchens!). Frisches, weit entwickeltes
Spitzenbier. Man schmeckt die Tradition. Die flüssige Form einer ernstgemeinten
Lebensphilosophie. Eine Erklärung der Liebe an das Bier. Ich schenke diesem
Bier meine ganze Zuneigung. Dieses Bier (!) muß man getrunken haben. Mit
seinem perfekt abgerundeten Geschmack und dem raffinierten, fast unauffälligen
zarten Malzabgang gehört dieses Bier zu den besten (Bieren) seiner
Art. Prädikat: Bavarian Leader. Wertung: + + + + + + (pat) |
| Augustiner Lager Hell (5,2%): Links von mir bimmeln Kuhglocken,
Ferkel quieken, der Misthaufen dampft, die Hasen hüpfen herum, die Pferde
wiehern und ich sitze gemütlich auf einem verdammt alten, aus groben Holzplanken
gezimmerten, mit zahllosen Spinnweben verzierten Balkons eines alten Gutes
direkt am Ufer des Schliersees. Eine Stute kommt eben zurück vom "Gedeckt-werden".
Liebe Tiere; zwei Stück an der Zahl. Die eine muß unbedingt bald schwanger
werden, sonst wird das Fohlen zu schwach für den Winter (!) und so wird
sie jeden zweiten Tag bei einem prächtigen Hengst zum Decken gebracht. Gut.
Beiseite mit den Nebensächlichkeiten. Augustiner Lager Hell. Helles Flaschenvollbier
aus der ältesten Brauerei Münchens (gegr. 1328). Leider nicht besonders
kühl, jedoch macht sich trotz allem ein ganz passabler Geschmack breit.
Es ist im Vergleich deutlich malziger und süßlicher als das Herrnbräu aus
Ingolstadt. Augustiner Lager Hell ist süffig und schmeckt fast schon gemütlich.
Die Schaumbildung im Mund ist ansehnlich. Es ist sicher kein Spitzenbier,
ruft keine Begeisterungsstürme hervor, jedoch auch keine Abscheu. Es ist
ein sehr beschauliches Helles, ein perfektes Feierabend- und Palaverbier.
Außerdem hinkt es dem Edelstoff aus gleichem Stall deutlich hinterher. Aber
das macht ja nichts. Fazit: Ein Bier für den Bauernhof Wertung: + + + + - (t 05/01) |