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| Avar Exclusive Svetly Lezak (4,3%) seit ? aus Hlucin
in Tschechien: Was sich da im Glas an einem Schaumtheater aufbaut, ist schon interessant. Der Geruch geht in die malzige Richtung, wobei auch hopfige Komponenten zu finden sind. Gehaltvolle gelbe Farbe. - - - Mir fehlen die Worte. Ich habe ja jetzt schon wirklich ein paar Biere getestet. Aber dass man an einem Abend drei 6er Biere vor die Flinte bekommt, dass ist mir wahrlich noch nie passiert. Drei Mal die bekackte Höchstwertung. Mir ist das wirklich peinlich und unangenehm. Ich höre schon wieder die Meckermeister, die sich über die angebliche Zuneigung zu den Böhmischen Bieren beschweren. Aber, verdammt noch mal, was soll man tun?! Ein Bier nach dem anderen fegt einem die Mütze vom Kopf. Angefangen von der Reinheit und der Transparenz bis hin zur Intensität und Ausdrucksstärke. Sicher. Nicht alle Biere bewegen sich auf diesem hohen Niveau. Aber eben ungewöhnlich viele. So z.B. dieses hier. Vor allem dieses kolossale Malz verdient ein Denkmal. Dazu ein Wasser, das eigentlich keines sein kann. Die Kohlensäure weiß genau, was sie tun muss. Der Hopfen pflügt sich prägend durch die Sinneslandschaft. Die ganzen Seitenaromen die auftreten, braucht man gar nicht zu erwähnen. Verarbeiten kann man sie ohnehin kaum. Kurz gesagt: ein Erlebnis. Für den gemeinen mitteleuropäischen Biertrinker ein Ereignis, das tiefe Spuren hinterläßt. Ich bin mir sicher, das so mancher, der nicht darauf gefasst ist, durchaus seine Probleme mit der Weite dieser Biere bekommen kann. Irrsinnige Geschmäcker basierend auf traumweichen Wassern. Zurückhaltend intensiv. Freundschaftlich, einnehmend, zurseitestehend, neu. Wirklich. Ein prägendes, weites, neues Bierland. Der, der Bier mag, der sollte mal seinen Urlaub hier verbringen. Er trifft neben vielen historisch wertvollen und sehenswerten Stadtkernen auf Bier, das seinesgleichen sucht. An was liegt das eigentlich. Wieso brauen die hier solch gute Gerstensäfte? Sind es die Burschen, die die Kessel anrühren? Oder das Malz, das aus den Böhmischen Tiefen stammt? Oder vielleicht der weltberühmte Saazer Hopfen, der kesselt wie Sau? Oder liegts es an diesem samtweichen Wässerchen? Ein Antwort wird man wohl nie bekommen. Das einzige, was man tun kann, ist sich diesem gewaltigen Biergenuss ergeben und einfach die Sache fließen lassen. Fazit: Weites Bier Wertung: + + + + + + (t 10/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen Im Internet unter: www.pivovaravar.cz |