Badger Fursty Ferret Country Crafted (4,4 %) 0,5er-Flasche,
brewed at Hall & Woodhouse Ltd., seit 1777 aus Blandford St. Mary
(Dorset) in England:
Feines Fläschchen, tolles Outfit. Die Farbe des Bieres ist ein
wundervolles goldenes Gelb mit einem Schimmer Bernstein. Der Schaum
ist cremig, das Volumen jedoch nicht übermäßig groß.
Dafür hält die Krone sich lange und tapfer. Malziger, aletypischer
Grundgeruch. Recht malzherb, eine zurückhaltende Süße,
aus der eine dezente Malzfruchtigkeit entströmt, reiht sich hinten
an. Der Hopfen ist trocken und sanftbitter. Geradliniger, unkomplizierter,
konservativ-klassischer Duft.
Klar erkennbares, unkompliziertes, eindeutiges Aroma. Das Malz steht
klar im Vordergrund, wenn auch eine herbe, etwas harte und durchaus
trockene Hopfigkeit aufkeimt. Im Antrank sind die Bitterstoffe recht
ausgeprägt. Mittig kommt eine kurze, nicht allzu süße
Karamellnote ins Spiel. Auch das Malzfruchtige ist hier spürbar.
Ein buttriger Anstrich ebenfalls. Im Finish kommt dann der Hopfen wieder
etwas stärker zur Geltung, eine leichte Säure gibt dem Finish
neben dem Trockenen eine Alternative. Ferner finden sich noch nussige
Einflüsse und im Fruchtigen ist neben einem Schimmer reifen Apfels
auch Orangeneinfluss, frisch, spürbar. Dennoch ist der Geschmack
recht kompakt und einheitlich. Facettenreich im Hintergrund zwar, in
erster Linie aber, nun, kompakt eben. Die Zutaten harmonieren gut miteinander.
Einzig eine etwas ungemütliche Härte im Säurebereich,
der in der Summe aber nicht überbetont ist, stört. Ansonsten
wechseln sich milde Aromen mit spritzigen Eindrücken ab. Der Süffigkeitsfaktor
ist ordentlich, haut aber nicht vom Hocker. Ein gut-durchschnittliches
Gebräu mit ansprechenden Aromen, irgendwie kommt es aber nicht
richtig in Schwung, die Einheit und Bekömmlichkeit fehlen dann
doch, um sich bei den ganz großen einreihen zu können.
Fazit: Frettchenbier
Wertung: + + + + [05/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot:
k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter.
www.badgerales.com