Barnikel Rauchbier (5,4 %) seit ? aus Herrnsdorf in Bayern:
Diese Barnikel-Bügelflaschen sind schon sehenswert. Nix drauf.
Umso uriger wirkt das ganze. Einzig die Farben (und natürlich die
Bezeichnungen des Inhaltes) der Etiketten unterscheiden sich. - - Ich
bin ja zweifelsohne mittlerweile ein Fan dieser raren Biersorten geworden:
Rauchbier. Eine Eigenheit der Franken, vornehmlich um, Bamberg aber
auch in weiterer Umgebung anzutreffen. Dieses hier scheint mir aber
etwas über das Ziel hinaus geschossen zu haben. Der Geruch jedenfalls
ist DERMAßEN intensiv rauchig, dass man sich instinktiv umschaut,
ob man sein Lagerfeuer von gestern auch wirklich ausgemacht hat. Dieses
Bier riecht eigentlich nicht, es stinkt. Ferner läuft man automatisch
zum Kühlschrank um zu schauen, ob dieser auch geschlossen ist und
der Tiroler Schinken sein Aroma nicht unnötig verströmt. WAHNSINN.
Wirklich. Und wer diese Bier nicht kennt, sie noch nie getrunken hat
und nicht weiß, dass es so etwas gibt, der fällt entweder
sofort vom Stuhl oder alarmiert die Gesundheitsbehörde.
Also, es tut mir leide. Auch dieses Bier ist nicht trinkbar. Eine Mischung
aus Kohle, faulen Eiern und uraltem Schinken bombardiert meine Geschmacksnerven.
Und da auch hier kein Hinweis auf die Haltbarkeit existiert, ich aber
weiß, dass dieses Bier durchaus schon ein paar Wochen bis Monate
auf dem Buckel haben kann, gehe ich einfach mal davon aus, dass es abgelaufen
ist. Ansonsten wäre ich mit meinem Bierlatein am Ende. Wer solch
eine Schinkenbiersuppe freiwillig trinkt, der muss was an den Papillen
haben. - - - MUSS UNBEDINGT NACHGETESTET WERDEN!!! Denn die Originalität
und Einmaligkeit dieses Bieres ist trotz allem erkennbar.
Fazit: Auch abgelaufen
Wertung: n.m. (t 05/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Frank G., der unsere Kühlschränke
nicht mehr leer werden lässt, für die Organisation dieses
Bieres.