Bild folgt !


Barre Bräu Dunkel (4,8 %) 0,33-Liter-Flasche seit 1842 aus Lübbecke in Nordrhein-Westfalen:

Das Erscheinungsbild des Fläschchens hat etwas sehr Gelungenes und Edles. Farbe, Schriftart, Gestaltungselemente … das hat was. Auch nach dem Einschank geht das gute Bild weiter. Ein hellbeiger, sehr dichter, cremiger und filigraner Schaum erfreut das Auge. Volumen und Stand vom feinsten. Die Struktur beachtlich gut. Das rötliche Kastanienbraun erfreut das Auge durch distanziertes aber nicht unbestimmtes Glimmen. Der Geruch irritiert etwas. Eine schwach metallische, gummiartige, alte Note passt überhaupt nicht. Haltbar ist das Bier noch bis Februar 2012. Hier also alles OK. Im Geruch aber diese trockene, unnahbare Note, die absolut nicht geschmeidig und natürlich ist. Was ist los?
Oha. Auch geschmacklich ist hier nicht alles im Lot. Eine säuerlich-abgestandene, dumpfe, unrund-aufdringliche, fehlgeleitete Note stört. Hart und alt. Abgestanden und sauer. Das kann nicht das wahre Gesicht dieses Bierres sein. Zum einen bürgt der Name viel zu sehr für Gutes, zum anderen kann ein Bier mit so vielen Fehlaromen eigentlich gar nicht versehen sein. Somit müssen wir klar und eindeutig davon ausgehen, dass hier irgendetwas schief gelaufen ist. Mehr sei an dieser Stelle auch nicht mehr gesagt. Das muss noch mal ins Glas. Aber frischer.

Fazit: Nachtest nötig
Wertung: n.m. [t 10/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Röstmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter: www.barre.de
PS: "Barre Dunkel, die obergärige Bierspezialität aus der Privatbrauerei Ernst Barre. Der unverwechselbare Geschmack, das feine Malzarome und die hohe Bekömmlichkeit machen Barre Dunkel zu einem einzigartigen Genuss.“
Nun. Das hört sich gut an. Deckt sich aber nicht mit der vorliegenden Probe. Also. NOCHMAL!!