Beckers Pilsener Premium-Pils (4,9%) 0,33-Liter-Dose Brauerei Becker
seit ? aus St. Ingbert im Saarland:
Die Dose zischelt bedenklich bei Öffnen, bleibt aber kontrollierbar.
Der Schaum ist monumental, scheint aber auch der Nervosität des
Innern geschuldet zu sein. Das Gelb ist hell und klar, verfeinert durch
einen dezenten Goldschimmer. Der Geruch ist etwas hart und kantig, wenig
inspirierend, natürlich oder frei. Eher bedrückt und verfahren.
Trockenes, recht bitteres Bier, das im Aroma einige Härten und
Kanten aufweist. Das Finish ist auffallend neutral. Der Antrank vereint
Herbe mit Trockenheit, ohne dabei Charme oder Stimmung zu entwickeln.
Das Aroma wirkt recht steif und eng geschnitten. Weist aber bis auf
die Kantigkeit kaum Fehler auf. Bis aufs Finish, wo eine oxidierte Note
die Lust zusätzlich schmälert. Sicher kein Bier, das dem Bierolymp
nahe kommt. Eher eine Sorte, die über Masse versucht, Erfolg zu
haben. Geschmacklich keine Herausforderung. Geschmeidigkeit, Milde,
Bekömmlichkeit oder Raffinesse sind hier nicht zu finden. Wenigstens
bewahrt es sich ein gewisses Maß an Format, zumindest im Antrank
und kurz auch mittig, um nicht vollends zu enttäuschen. Aber der
Abtrunk gibt dem Ganzen dann doch den Rest. Interessant die Tatsache,
dass auf der Dose allerlei teils exotische Sprachen (Bulgarisch, Polnisch,
Griechisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Englisch)
versammelt sind. Ich hoffe nicht, dass dieses Gebräu als Referenz
für Deutsche Spitzenbiere in diesen Ländern angesehen wird.
Fazit: Gib mir den Rest
Wertung: + + - [t 06/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt