Belhaven St. Andrews Ale (4,6%) 0,335er Flasche seit 1719 aus
Dunbar in Schottland:
Nicht ganz so feiner Schaum wie beim Scottish Ale. Auch Stand und Volumen
reichen nicht an den Stallbruder heran. Dennoch mach die Haube keine
schlechte Figur. Das Braun ist etwas heller, geht aber auch in Richtung
Haselnuss. Der Geruch ähnelt sich, hat viel Nussiges, auch das
Röstmalzige kommt gut durch, hier aber auch eine süßere
Note und etwas mehr Ausgeglichenheit, mehr Ruhe und Wärme.
Ein schmackhaftes Bier mit viel Nussigem, einer ordentlichen Portion
Röstmalz sowie Malzsüße, eine Spur Karamell, harzige
Honigtöne wabern im Hintergrund, Lakritz wird zwischendrin dezent
platziert, fruchtige Komponenten wirken hier süßer, voller.
Die Vollmundigkeit ist gut ausgeprägt, die Tiefe dieses Bieres
strahlt Ruhe und Kraft aus. Das Wasser ist herrlich weich, die Kohlensäure
ein Vorbild an Samtigkeit. Eine Idee der Säuerlichen Einsprenklung
findet sich auch hier, bei weitem schwächer. Der Geschmack ist
kompakter, voller, ausgewogener, harmonischer. Das Fruchtige hat Stil.
Die Süße wirkt schlank bei dynamischem Ausdruck. Ein edles
Bier mit ausgewogener Note. Das Nussige wirkt elegant und dominiert
phasenweise den Geschmack. Das Aroma ist in sich abgerundet und harmonisch.
Einzig im Finish geht diesem Ale ein wenig die Luft aus, hier wird es
dünner, dennoch ein mehr als ordentliches Bier. Man kann sich gut
vorstellen, in einem urigen Gasthof an Schottlands rauen Küsten
zu sitzen und sich an diesem dunklen Ale gütliche zu tun. Gute
5.
Fazit: Schottlands raue Küsten
Wertung: + + + + +* [t
08/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Inhaltsstoffe: k.A.
Im Internet unter: www.belhaven.co.uk