Bergschloss Soltmann Pils (5,1%) nach Salzwedler Brautraditoin seit über 700 Jahren aus Gardelegen aus Sachsen-Anhalt:
Sehr intensiver Geruch. Neben einer ordentlichen Portion Hopfen breitet sich ein sehr kerniges und sattes Malz aus. Sehr feiner Schaum. Voluminös, fest, standhaft. Schöner Schein im Gegenlicht der mittelgelben Farbe. Interessanter Antrank. Eher verhaltener, wenn auch in seinem Rahmen ausdrucksstarker Hopfen, untermalt von einem sehr kräftigen, buttrigen, karamellartigen Malz. Zu Beginn sehr ausdrucksstark. Zum Schluß hin verliert es etwas an Fahrt. Im Nachgeschmack bleibt etwas sehr buttriges, weiches übrig. Für ein Pils ungewöhnlich. Der Anfang ist sehr würzig und aromatisch. Vor allem diese sanft-hopfige Note, die mit einer frischen Waldnote. Blätter und Laub sind dabei. Recht lecker. Und vor allem eine interessante Pils-Interpretation. „Für Sie nach den original Rezepten der Bergschlossbrauerei zu Salzwedel mit den besten Rohstoffen gebraut und abgefüllt.“ Gelungene Reproduktion eines fast schon ausgestorbenen Bieres. Die Leute von Garley haben da wirklich einen lobenswerten Vorstoß gemacht. Eine alte Brautradition wird somit wiederbelebt. Und dazu noch auf sehr gelungene Art und Weise.
Fazit: Wiederbelebung
Wertung: + + + + + - (t 10/03)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen
PS: Vielen Dank an die Mitarbeiter und Verantwortlichen der Brauerei Garley, die uns mit einem üppigen Bierpaket bei der Bewältigung unseres hoffentlich noch lange währenden Weges hin zur vollständigen Kartographie der deutschen wie internationalen Bierkultur unterstützt haben.