Berliner Bürgerbräu Pilsener (5,3) seit 1869: Tja. Im Vergleichstest mit Barre Bräu schwächelt BBP. Es ist herber. Hat einen prägnanten Nachgeschmack, der leicht ins Lästige geht. Man hat so was spärlich metallisches auf dem Gaumen. Vielleicht was für Metall Freaks? Dabei läuft doch gerade Whitewater von der auf ewig unereicht bleibenden Wüstenband Kyuss. Whitewater: Die Götter kommen. Sie landen auf der Erde und blicken hinab auf uns Niedere. Sie werden uns strafen und ins ewige Fegefeuer schicken und die Knochen einzeln brechen. Sie binden uns nackt an nagelige Pfähle und schlagen uns naße Handtücher um die Leiber. Boshafte Kreaturen werden unser Gedärm verschlingen und uns bis zum jüngsten Tag in unserer Pein wenden. Right. Weiter. - Hoffentlich nehmen sie uns wenigstens das Bier nicht weg. - Die Familienbrauerei im Grünen zu Friedrichshagen in Berlin-Köpenick fordert also den Geschmacksnerv des Testers heraus. Die denken sich wohl: "So einfach kommst Du mir nicht davon. Streng Dich an beim Trinken." OK. Ich gehorche. Nehm' noch'n Schluck. Jo. Und noch'n Schluck. Well. Das Label gefällt mir persönlich ja. Erinnert zwar ein wenig an Schultheiss, ist aber ganz witzig gemacht. Aber der Geschmack... No povidej, ti vole. Dobre. Irgendwo wird es nicht besser. Ich kann mir und der BBP nicht helfen. Premium ist es nicht. Steht ja auch nicht drauf. Eine gute drei hätte es gegeben. Aber wegen der unpassenden Rundfunkwerbung (Berliner Rundfunk 91,4. Die Classic-Hits der 60er, 70er und die grö0ten Mega-Hits aller Zeiten!) Spei. Trotzdem einen großen Dank an Uli Pasiekas Kumpel aus Berlin. Ohne ihn wäre dieses Bier nie entdeckt worden.
Prädikat: Hat man das eine nicht, braucht man kein zweites.
Wertung: + + - (tom)