Berliner Kindl Weisse (2, 7 %) seit 1872 aus Berlin:
Ein säuerlich-frischer Geruch, auch schwach hefig, baut sich beim
Einschenken auf. Überraschend stark bei dieser Stammwürze.
Der Schaum ist die Rede nicht wert. Der verpufft dermaßen schnell,
so schnell schaut man nicht. In Kombination mit der goldgelben Farbe
sieht das Bier aus wie Sekt.
Tja. Das schmeckt nicht wirklich nach Bier. Und wer die Kategorie „Berliner
Kindl Weisse“ kennt der weiß, dass man dieses Bier bevorzugt
mit Sirup verköstigt. Dann schmeckt es auch zugeben, vor allem
direkt in Berlin, sehr erfrischend. Ohne diesen Zusatz und weit außerhalb
der Tore Berlins sieht die Sache schon wieder anders aus. Man müht
sich recht mit dieser Weisse. Säuerlich. Dünn. Weder besonders
vollmundig noch würzig. Es erinnert mehr an Limonade als an Bier.
Vor allem auch wegen dieses sehr aufgewühlten Charakters. Die Kohlensäure
sprudelt nur so vor sich hin. Für jemand, der ein BIER trinken
möchte, kann man diesen Typ kaum empfehlen. Wer eine original Berliner
Weisse mit Sirup haben will, der kann bedenkenfrei zugreifen.
„Die Bierspezialität der Hauptstadt Berlin: genießen
Sie die Weisse nach der Berliner Art mit einem Schuss Waldmeister –
oder Himbeersirup. Unsere Empfehlung: 2 CL oder ein kleines Schnapsglas
pro 0,33 Liter.“
Fazit: Prickelnd säuerlich
Wertung: + + (ohne Sirup)
[t 10/05]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt,
Hefe