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| Bernard (R) Specialni Cerne Pivo, Rodiný Pivovar Bernard
a.s., Humpolec, Tschechien, 5,1%vol, 0,5l Bügelverschlußflasche: Das Bier ist nicht schwarz, aber recht dunkel, dunkelbraun mit einem rötlichem Schimmer. Der Schaum ist hellbraun und ganz schön großporig. Jetzt hätte ich einen Malzduft erwartet, der ist aber nicht so ausgeprägt da. Dafür enschädigt der Antrank! Ein Malz ist das, da kann man ins Schwärmen geraten! Das ist beinahe nicht zu beschreiben! Fruchtig-kernig, kaum süß, angenehm geröstet, eine Spur Kaffebohne, etwas Zimt und viel Gerste. So wa gutes! Einfach jetzt an gar nichts anderes denken und genießen! Dieses herrliche Malz dominiert den ganzen Mittelteil, wird durch eine angenehme milde Bitternote des Hopfens wirkungsvoll unterstützt. Bis zum letzten Schluck bleibt das Bernard rund und ausgewogen. Fuchtig und sehr malzig. Kein Malzbonbon, ein gutes mittelherbes Schwarzes ist es. Der nächste Schluck kommt in derselben Frische wieder, läuft sachte aber bestimmt und hinterläßt wieder den angenehmen Malzgeschmack. Die Kohlensäure ist knapp dosiert, mehr muss aber bei diesem dunklen Bier gar nicht sein. Eines muss man den Tschechen lassen - Bier brauen können die! Und natürlich trinken die's auch. Warum denke ich jetzt an das Andechser Klosterbräu? Fazit: Bier brauen können die! Bewertung: + + + + + + [D 06/08] |
| Bernard, Speciální Cerné pivo,
5,1%, seit 1597 aus Humpolec in der Tschechischen Republik Meine gute Prager Freundin hat nebst unzählig vielen guten Eigenschaften eine wirklich ganz besonders hervorragende: Nach jedem Besuch in ihrer Heimat pflegt sie jeweils u.a. eine ordentliche Ladung böhmische Bierspezialitäten für meine Wenigkeit mitzunehmen. --- So war schon einmal das Bernard Schwarzbier aus Humpolec dabei. Wie das so ist, anstatt das Wunderkind zu verköstigen und würdig zu beschreiben, blieb es ganz einfach beim „ich labe mich“ – freudig und kräftig. Neulich ist sie wieder nach CZ gereist und hat wieder das besagte Bernard Cerné pivo mit nach Hause genommen. Und beinahe wäre mir das weiter oben beschriebene Malheur schon wieder passiert. --- Nun, mein Glas wurde bereits mit einer Flasche Black Bernard (in der Weinfachsprache würde es jetzt heißen) aviniert. Nun fließt die zweite Portion hinein. Ein feinestporiger und dichter Schaum formiert sich über das auberginen-schwarze Gebräu. Allerfeinste und delikate Noten von Kaffee und Lakritze, Zucker und Hefe drängen sich in Richtung Nase. Das Wasser ist derart weich, sanft, mild und bekömmlich, das grenzt schon fast an ein Märchen. Die Kohlensäure ist ultrapräzise kalibriert, ist fein prickelnd, griffig und kernig zugleich. Ein gut strukturierter Körper mit einem eindrucksvollen Finale. Dieses Bier zu beschreiben ist eine wahre Heldentat. Im Moment bewege ich mich im komplexesten Labyrinth der Aromenvielfalt. --- Eines muss der Bierfreund im Voraus wissen; Bernard ist in Tat und Wahrheit eine sie – eine Domina. Also, Augen zu und sich alles über sich gnadenlos ergehen lassen. Ohne irgendwelche Kompromisse. Hinnehmen, schlucken, und sich auf die nächste Flasche einstellen. Das Tempo gibt die Domina selbst an – sie regiert über die Sinne. Ich würde sagen, meine Sensorik ist praktisch hilflos, um diese Güte adäquat auf den Punkt zu bringen. Von Lakritze, Melone, Kaffee, Hefe, über Zucker, Holz, Torf, Moos, Erde und Malz, alles ist hier vorhanden. Diese Selbstverständlichkeit, diese Raffinesse, diese Gütigkeit. Unmöglich, das Ganze zu beschreiben. Jedes weitere Wort ist schlicht unnötig. Am besten ist es: Augen schließen und alles hinnehmen. Übrigens: Das ganze Spiel ist extrem lang anhaltend und nachhaltig. Garantiert. Fazit: Für Hardcore-Sadomaso Wertung: + + + + + + [i 12/07] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Inhaltsstoffe: Im Internet unter: www.bernard.cz PS: Nochmals vielen herzlichen Dank den lieben böhmischen Freunden Klarka, Anna, Franz und Karel, dass sie uns immer wieder mit böhmischen Spezialitäten beglücken. Merci beaucoup! |
| Bernard Schwarzbier Special (5,1 %), 13 % Stammwürze, seit
1597 aus Humpolec in Tschechien: Der Schaum ist der vielleicht schönste Schaum auf der Welt. So etwas von braun-beige; solch ein herrlicher Braunton. Augenweide. Dazu ist er stramm und voluminös; wirklich fein. Der Geruch ist malzig-geröstet, hat aber auch etwas leicht metallisches. Über die Farbe braucht man kein Wort zu verlieren, außer, dass, gegen starkes Licht gehalten, ein glutrotes Glimmen auftaucht. Puh. Da kann was nicht stimmen. Äußerst metallischer und kantiger Geschmack. Das kann nicht normal sein. Fast rostig. Ganz komisch. Und wenn ich nicht wüßte, dass die Jungs der Bernard-Brauerei gewöhnlich richtig gutes Bier brauen würden, so bekäme das Schwarzbier Special einen Verriß. Man erahnt zwar das Aroma, trocken, leicht rauchig, mäßig erdig etc. Aber unter diesem Metall- und Rostvorhang geht jeder Geschmack in die Knie. Shit. Wirklich lästig. Unter diesen Umständen kann man keine Wertung abgeben. Vermaledeit. Fazit: Rostig Wertung: n.m. (t 12/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hopfenextrakt Im Internet unter: www.bernard.cz |
| Bernard Schwarzbier Spezial 5,1% Vol. aus Humpolec/Böhmen seit 1597:
Was soll ich zu diesem pechrabenschwarzen Hyperbier schon groß sagen?
Es schmeckt einfach gigantisch. Bernard ist eine Spitzenbrauerei der Extraklasse.
Alle bisher getesteten Bernard Biere haben die volle Punktzahl bekommen.
Dieses Schwarze schafft die 6 Sterne Hürde mit einem müden Gähnen. So mild
und doch so gehaltvoll, dass kann nur eine Höchstnote geben. Der zarte Malzgeschmack
bringt den Trinker schon ins Staunen, denn dieses Bier ist so schwarz dass
man sich nicht ganz sicher ist ob es nun flüssig oder fest ist. Der Abgang
ist einer Gedenkstätte würdig. Man sollte dem Bier ein Monument widmen.
Es ist nicht zu fassen, dass ein einziges Bier so viele andere einfach vergessen
lässt. Aber zum Glück gibt es noch solche Wunder. Von wegen schwarz ärgern,
schwarz trinken sag ich. Hier in der Natur beim Vogelgezwitscher und dieser
angenehmen Ruhe kommt dieses Bier einem 8 Wochenurlaub gleich. Es befriedigt
ungemein und zermalmt regelrecht alle Alltagsprobleme. Dieser Göttergerstentrank
ist eine Kostbarkeit der Natur und sollte von Bierliebhabern um Gottes Willen
nicht außer Acht gelassen werden. Ein Prosit auf die Bernard Brauerei. Mein
Geheimtipp. Prädikat: Nicht schwarz ärgern, schwarz trinken. Wertung: + + + + + + (pat 07.01) |