Bitburger Light (2,8 %) seit 1817 aus Bitburg in Rheinland-Pfalz:


Ein citrusfruchtiger Geruch, mehrheitlich Zitrone aber auch etwas Orange sowie ein Schuss Limone. Nicht übermäßig tief und voll. Daneben noch etwas schwach Gerstiges, in seiner Reife nicht vollendet. Der Schaum ist gut ausgeprägt und gefällt durch einen guten Stand, ein großes Volumen und mittelfeine Poren. Das klare gelb ist für ein Light ungewöhnlich dunkel.
Der Hopfen erzeugt vor allem im Antrank eine citrusfruchtige, schwach säuerliche Note. Das wirkt sehr erfrischend und spritzig. Ab der Mitte verliert der Geschmack etwas an Dynamik. Die Vollmundigkeit ist nicht sonderlich hoch. Das Wasser dafür angenehm weich und die Kohlensäure zwar agil aber nie überpräsent. Die Süffigkeit ist hoch. Störfaktoren gibt es so gut wie überhaupt keine. Einzig ein Hauch nicht ganz ausgereifter bzw. potenter Gerste könnte glatter auftreten. Ansonsten ist das ein recht mildes und bekömmliches Light mit gutmütigem Charakter. Sicher gibt es Lightbiere, die trotz der traditionell niedrigen Stammwürzezahl mehr Volumen haben. Es gibt auch Leichte, die runder und harmonischer sind. Es gibt aber auch genügend Beispiele, wo diese Typen einen aufdringlichen Ton haben, irgendetwas zwischen krampfhaft aromatisch und unreif-gerstig bis hart und kantig. Das Bitburger wählt einen geschickten Mittelweg. Zwar weder sonderlich hopfig noch der Geste verpflichtet sondert es von beidem etwas aus und kreiert ein für diese Kategorie durchaus akzeptablem Aromamix, der vor allem durch einen gutmütigen und sanften Charakter gefällt. Wer Geschmack sucht wird hier nicht unbedingt glücklich. Wer aber ein leichtes, unaufdringliches, dezentes Bier mit wenig Alkohol sucht, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

Fazit: Reduziert
Wertung: + + + [t 03/08]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.bitburger.de