Black Sheep Ale, Masham, UK, 4,4 % Vol, 500ml Flasche


"Crisp, Dry & Bittersweet" - das steht auch noch auf der Flasche und soll den Charakter dieses Ale angeben. Genau das habe ich dann auch vorgefunden. Aber alles der Reihe nach... Mehr bitter als süß präsentiert sich der Anfang dieses Ale. Hellbraun mit einigen rötlichen Lichtfunken ist es im glas erst einmal ein ganz normal aussehendes Ale. Ale - ohne merkbaren schaum. So wie man es aus vielen englishen pubs kennt. Die pint voll bis zum Rand. Der Geruchssinn konnte hier nichts aufregendes ausmachen. Das Bier ist leicht, hat eine fruchtige Bitternote und es wirkt tatsächlich trocken. Aber süß? Etwas strohig trocken, bitter-malzig und leicht hopfig. Nichts Süßes. Nicht ganz schlecht, aber nicht unbedingt "mein" Ale.

Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot: ?
Fazit: Nicht mein Ale.
Bewertung: + + + [d 10/10]
 

Black Sheep Ale (4,4 %) seit ? aus Masham in England:

Dezenter, malziger, süßer, runder, gemütlicher Geruch. Nicht übervoll. Dafür unaufdringlich und harmonisch. Eine sanfte aber bestimmte Hopfennote rundet den guten Eindruck mit einer grapefruitartigen Nuance gekonnt ab. Der Schaum ist cremig, fein, gut aufgebaut, das Volumen ordentlich, der Stand sehr gut. Das Bernstein glänzt bronzen und sieht richtig schmuck aus.
Klares, weiches Wasser. Die Kohlensäure ist leider recht derb. Der Geschmack glänzt nicht durch Vollmundigkeit. Er basiert auf einem trockenen und citrusartigen Hopfenfundament. Leicht säuerlich. Sehr frisch. Ein Hauch Nuss, vor allem Mandel, eine dezente Öligkeit sowie ein ätherischer Ton bieten eine interessante Mischung, die leider nicht sonderlich tief oder mastig ist. Gelungene Umsetzung. Nur zu dünn. Dafür gut trinkbar, weil trotz einer gewissen Rauheit genug Harmonie in und zwischen den Zutaten herrscht. Dennoch gibt es vor allem im Finish ein paar Härten, die unter anderem auch von der Säuerlichkeit stammen. Der Hopfen hat am meisten Schwung und gefällt in seiner bitteren Fruchtsäuerlichkeit. Das Malz steuert eine zurückhaltende süße Note hinzu. Man könnte grob von Bittersüß sprechen. Das Fruchtig-Bitter-Süße, dieser kentische Einschlag, das leicht Nussige sowie ein paar eingestreute Fichtennadeln … das macht sich gut. Schade, dass die Vollmundigkeit so schwach ausgeprägt ist und auf der anderen Seite die Kohlensäure und ein paar Kanten im Aroma den Trinkfluss etwas hemmen. Eine 4 kann man aber geben.

Fazit: Englands Bier Nr. 100 !
Wertung: + + + + [t 01/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter: www.blacksheep.co.uk

BLACK SHEEP ALE, The Black Sheep Brewery Plc., Masham, North Yorkshire, UK, Alc:4,4%, 500ml Flasche

Ein mildes Ale mit einer dünnen Schicht Seifenschaum. Ein leichtes Ale mit wenig Hopfen. Hellbraun und ausdruckslos im Geruch. Der Antrank ist dagegen eine Zumutung. Es schmeckt so, wie ein schwarzes Schaf riechen kann. Filzige und ranzige Wolle eines alten Widders kann ich mir genau so vorstellen. Dieses Gebräu ist total durchgefallen! Ein richtiges Schwarzes Schaf unter dan Bieren.

Fazit: Alter Widder
Bewertung: n.m. [d 03/09]