Black Sheep Ale (4,4 %) seit ? aus Masham in
England:
Dezenter, malziger, süßer, runder, gemütlicher Geruch.
Nicht übervoll. Dafür unaufdringlich und harmonisch. Eine
sanfte aber bestimmte Hopfennote rundet den guten Eindruck mit einer
grapefruitartigen Nuance gekonnt ab. Der Schaum ist cremig, fein, gut
aufgebaut, das Volumen ordentlich, der Stand sehr gut. Das Bernstein
glänzt bronzen und sieht richtig schmuck aus.
Klares, weiches Wasser. Die Kohlensäure ist leider recht derb.
Der Geschmack glänzt nicht durch Vollmundigkeit. Er basiert auf
einem trockenen und citrusartigen Hopfenfundament. Leicht säuerlich.
Sehr frisch. Ein Hauch Nuss, vor allem Mandel, eine dezente Öligkeit
sowie ein ätherischer Ton bieten eine interessante Mischung, die
leider nicht sonderlich tief oder mastig ist. Gelungene Umsetzung. Nur
zu dünn. Dafür gut trinkbar, weil trotz einer gewissen Rauheit
genug Harmonie in und zwischen den Zutaten herrscht. Dennoch gibt es
vor allem im Finish ein paar Härten, die unter anderem auch von
der Säuerlichkeit stammen. Der Hopfen hat am meisten Schwung und
gefällt in seiner bitteren Fruchtsäuerlichkeit. Das Malz steuert
eine zurückhaltende süße Note hinzu. Man könnte
grob von Bittersüß sprechen. Das Fruchtig-Bitter-Süße,
dieser kentische Einschlag, das leicht Nussige sowie ein paar eingestreute
Fichtennadeln … das macht sich gut. Schade, dass die Vollmundigkeit
so schwach ausgeprägt ist und auf der anderen Seite die Kohlensäure
und ein paar Kanten im Aroma den Trinkfluss etwas hemmen. Eine 4 kann
man aber geben.
Fazit: Englands Bier Nr. 100 !
Wertung: + + + + [t 01/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter: www.blacksheep.co.uk