Blauer Löwe Weißbier Hell (5,2 %) seit 1633 aus Höchstadt in Bayern:
Hefiger, leicht fruchtiger, etwas scharfer Geruch. Der Schaum ist beachtlich in Form und Stand. Die Farbe ist kupfern.
Recht milder Antrank. Allerdings glänzt dieser auch nicht unbedingt mit einem Aromafeuerwerk. Wasser und Kohlensäure verbreiten einen milden Eindruck. Das Bier wirkt bekömmlich und gut süffig. Die Hefe nimmt bei diesem Weizen zusammen mit dem recht fein getrimmten Malz das Heft in die Hand. Der Abgang ist nur kurz. Der Mittelteil mild-süffig und ausgewogen. Streckenweise mischt sich noch etwas leicht scharfes bei, das aber eher willkommen als störend wirkt. Die Würze ist nicht übermäßig ausdrucksstark. Die Stärke des Blauen Löwen liegt eher im kompakten, unauffälligen, gutmütigen Geschmacksbild.
Ein Weizen also, das man ohne viel Aufhebens gut trinken kann. Möchte man jedoch an einem Aromaerlebnis teilhaben, so ist dieses Bier sicher nicht die beste Lösung. Eher etwas für einen gemütlichen, zwanglosen Abend. Das Weizen ist rund und süffig und weist so gut wie keine störenden Geschmacksmerkmale auf. Man könnte auch sagen, riskiert nicht allzuviel und fordert den Trinker nicht heraus. - - Wie man’s sieht. Auf jeden Fall kann man den Blauen Löwen rasch und zügig konsumieren ohne dabei auch nur eine Spur Anstrengung aufbringen zu müssen. Eher unauffällig aber sanftmütig. Gute 4.
Fazit: Geschmeidiger Löwe
Wertung: + + + +* (t 07/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Wasser, Weizen- und Gerstenmalz, Hopfen, Hefe