![]() |
| Blue Sword (>= 4,0 %) Shifang Brewery seit 1985
aus Shifang, Provinz Sishuan in China: Wo genau dieses Bier herkommt, ist nicht ersichtlich. Nicht ersichtlich für jemanden, der kein Chinesisch kann. Allerdings deutet alles darauf hin, dass dieses Bier aus Asien stammt. Auch hier der bei uns längst vergessene Dosenverschluss. Also gut. Wagen wir uns dran und hoffen, dass es nicht so ein Desaster wird, wie das eben getestete (und weggeschüttete) Bier aus Lhasa. Der Geruch ist auf jeden Fall schon mal deutlich biertypischer, vor allem herber und hopfiger. Auch der Schaum macht eine wesentlich bessere Figur. Die Farbe ist etwas dunkler, wirkt aber auch nicht wirklich dicht. Zu früh gefreut. War der Duft noch vielversprechend, so knickt das Bier gleich beim ersten Schluck ein. Auch dieses viel zu süß, klebrig, pappig. Zwar ist dieses Bier um Welten klarer als das aus Lhasa, aber die richtige Bierfreude will nicht aufkommen. Auch hier nicht. Vor allem diese grandiose Wässrigkeit haut einen um. Es schmeckt wirklich nur nach Wasser. In erster Linie nach Wasser. Dann kommt Zucker. Und das war’s. Spuren von Malz und ein paar Hopfenatome. Von Tiefe keine Spur. Auch nicht von grundlegendsten Bierattitüden. Das ist einfach nur gepanscht. Bier im Sinne von irgendwem vielleicht. Bier im Sinne aus der Sicht eines im Bierparadies aufgewachsenen leider nein. Nur eines verbindet dieses Getränk mit unseren göttlichen mitteleuropäischen Gebräuen: It makes you drunk after a while. Wie sich das aber auswirkt, vor allem im Hinblick auf den nächsten Morgen, das wissen wir nicht und wollen es letztendlich auch gar nicht. Trotzdem klasse, dass wir dieses Bier unter die Lupe nehmen konnten. Ist sicher nicht oft vertreten auf den einschlägigen Biertestseiten. Fazit: Makes you drunk Wertung: + (t 11/04) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: K.a. Inhaltsstoffe: K.a. PS: Das "Blue Sword Beer" kommt aus der Shifang Brewery (since 1985), diese Gehört zur Blue Sword Group in Shifang, in der Sishuan Province, China. Die Blue Sword Group ist ein gewaltig großer getränke- und Chemiekonzern, Eigentümer ist die chinesische kommunistische Regierung, man will bis 2005 jährlich etwa 100.000 Tonnen Bier verkaufen - na klar ein Chemieriese rechnet nur in tausenden Tonnen seines "Produktes". Wieviel von den sonstigen Chemieprodukten im Bier landen, ist dann wohl eher ungewiss... PPS: Vielen Dank an Ralf B. für die Beschaffung dieses Bieres. |