Bocholter Brauhaus Hell seit 1998 aus Bocholt in Nordrhein-Westfalen:
Dezent malziger Geruch. Spitzenschaum. Alleine der ist das Geld schon wert. Feinporig, dicht und standhaft. Die Farbe ist hell und klar.
Intensiver und vollmundiger Antrank. Malzig-karamellartig und gleichzeitig recht nussig. Sehr frisch und rein im Geschmack. Das Bier wirkt rein, qualitativ hochwertig und handwerklich hochklassig eingebraut. Wirklich lecker und süffig. Wasser wie Kohlensäure bewegen sich auf prima Niveau. Das Bocholter wirkt stimmig und harmonisch. Gleichzeitig vollmundig und aromatisch.
Die Bocholter Brauerei ist eine kleine feine Hausbrauerei, die nur für einen kleinen Kreis braut. Keine Pfandflaschen sondern nur Bier vom Fass. Und hier scheinen wirklich Leute am Werk zu sein, die ihr Handwerk nicht nur lieben sondern auch verstehen. Das Malz wirkt sehr knackig und satt. Es ist kräftig, kernig und frisch. Der Hopfen bringt eine leicht blumige Note mit ins Spiel. Schwer und ausdrucksstark. Dazu ist dieses Helle sehr süffig und vor allem im Abgang sehr mild und weich. Dazu hat es in jedem Bereich voll und kräftig. Fast wie ein Laib Brot, so dicht wirkt es. Gelungene Sache.
Da hat man wirklich was vor sich. Ein Bier von Format. Es hat Rhythmus, Tempo, Abwechslung. Nicht zu anspruchsvoll oder überdreht. Vielmehr sehr ausgereift, entspannt und selbstbewusst. Man trinkt es gerne. Frisch. Natürlich. Süffig. Glücklicherweise bin ich in der angenehmen Lage, im Besitz einer prallvollen 2-Liter-Flasche. Das ist gut. Viel zu tun. Packen wir’s an.
Fazit: Das Helle aus Bocholt
Wertung: + + + + + - (a + t 01/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen
Im Internet unter: www.bocholterbrauhaus.de
PS: Vielen Dank an Uli P. aus Hamminkeln für das Beschaffen und Transportieren dieser Rarität.