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| Bolten's Ur-Alt, Privatbrauerei Bolten, Korschenbroich, seit 1266,
0,5l Bügelverschlußflasche, 4,8%vol. "Älteste Altbierbrauerei der Welt" -OK 1266, das soll erst mal einer besser können. Es gibt ein gutes vernehmlich lautes "Plopp", dann entweicht dem Flaschengefängnis erst einmal eine Menge guten Malzes, dann kommt ein weiterer Geruch dazu - Altbier, das muss die Hefe sein. Das Bier ist altbiermäßig mittelbraun und ist trübe. Unfiltriert wird es auf die Altbierfans losgelassen. Ein wenig Hopfen liegt auch im Geruch. Das muss reichen, jetzt will ich's trinken. Da komme ich vor Staunen gar nicht mehr weiter in den Notizen... eine Malzwonne! So ein Alt habe ich bis heute nicht getrunken! Super, leicht, bitter, frisch - was noch? Dieses Bier könne so oder ähnlich der Urahn aller Biere gewesen sein. Das Bier entzündet alte Feuer, alte Liebe, so frisch wie dieses Alt ist kaum ein anderes. Zum Ende wird das Malz flacher, es hat sich aber bis hierher alle erdenkliche Mühe gegeben. Dafür legt nun der Hopfen zu, das tut dem Bier auch sehr gut. Ur-Alt, aber superfrisch, eine genau abgestimmte Komposition aus Malz, Hefe und Hopfen. So kann ich ein Alt gut trinken. Ich, der ich von Hause aus ein Pilstrinker bin. Dieses Bier trifft es aber auf den Punkt. So ein Altbier ist selten. Selten gut. Und gut auch, dass man seine Geschmacksempfindungen auf normalen Wegen nicht manipulieren kann. Dieses Bier hat was! Volle Punktzahl, ohne Frage. Das ist ein Alt! Fazit: Selten übertroffen, oder? Bewertung: + + + + + + [D 06/08] |
| Bolten Ur-Alt 4,8% vol. seit 1266! Aus Korschenbroich/NRW:
Endlich! Seit nunmehr zwei Jahren dürstet es mich nach diesem
Gerstensaft. Viel gutes habe ich über dieses Bier gehört, bisweilen
sogar Menschen getroffen die enthusiastisch wild mit den Armen in der Luft
gestikulierend reinste Lobeshymnen diesem Bier gegenüber schmiedeten.
Ein paar Biertester aus Aachen halten dieses Bier für das beste der
Welt... etc. Also war meine Freude schon fast unbeschreiblich, als ich den
Karton öffnete den mir freundlicherweise Denise G. aus Mönchengladbach
zukommen hat lassen, an dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank. Vielleicht
kann ich mich irgendwann mal dafür revanchieren, irgendwie. So, aber
nun zum Bier. Naturtrüb und finster steht das Alt im Glas, fast schon
bedrohlich dreinblickend wirkt der erste Eindruck. Doch weiß dieses
mit Reinzuchthefe belassene Naturprodukt einen eines Besseren zu belehren.
Sanftes, mildes Wasser transportiert eine bekömmliches Malz und ein
ausgesprochen ausgewogenes Aroma gen Rachen. Ein leichter Toast lässt
sich hier dezent von einer Nuance Kaffe touchieren, ehe sein Karamell Glücksgefühle
in einem aufkommen lässt, jedoch nur für kurze Zeit, denn da wartet
schon der Abgang und dieser hat ein Denkmal verdient. Wir könnten ja
mal die Amis fragen, die haben in New York zur Zeit Bauplatz frei. Beeindruckend
auch der Schaum! Er erinnert mich ein wenig an Oliver Kahn, dessen legendärer
Satz lautet: „Immer weiter, es geht immer weiter.“ So auch in
Punkto Überlebenswillen dieses Schaums. Nimmermüde krallt er sich
wie eine Horde Wasserschnecken am Glasrand fest. Respekt an dieser Stelle!
Ich sehe schon, dass ich nach Mönchengladbach fahren muss. 1. weil
ich Denise und Co. Einen Besuch abstatten sollte, 2. um die Borussia zu
sehen, 3. um meinen Wagen voller Bolten zu packen. Ein unglaublicher Trank
aus der ältesten Altbierbrauerei der Welt hat mir mein Wochenende versüßt.
Und obwohl man mit der Zeit lernt nicht ständig Superlative zu verwenden,
kann ich hier nicht anders und muss von einem Spitzenbier reden, dass Seinesgleichen
in Deutschland sucht. Prädikat: Deutschland bestes Alt Wertung: + + + + + + (p 02.03) |