Brauhaus Höchstadt Helles, Brauhaus Höchstadt / Aisch
e.G., Bayern, D, 0,5 l Mehrwegflasche, 4,7 %vol
Ein gutes traditionelles outfit. Ein "Guckloch" in die Vergangenheit
in Schwarz-Weiß. Ein Eindruck, wie es früher war. Kann das
Bier dem standhalten?
Dieses Bier ist hell und klar und macht auch einen gediegenen Schaum.
Es riecht leicht nur aber nach einem guten und kräftigen Malz.
Das kommt dann auch sofort im ersten Tropfen herzhaft auf die Zunge.
Dann ist da noch etwas bitteres. Ist das schon der Hopfen? Dieser leicht
bittere Ton kommt nach jedem Schluck wieder. Bitter und nussig. Trocken-kernig
trumpft in der Mitte das Malz wieder auf und beherrscht diese ganz.
Dann haben wir noch das Wasser. Das ist weich und klar und beherbergt
die kleinen Kohlendioxid-Bläschen, die dem Bier auch noch eine
frische Spritzigkeit verleihen. Je länger das Bier im Glas verweilt,
desto angenehmer wir es. Da könnte ich es aber nie austrinken...
Ich wäre auf ein Höchstädter Helles vom Faß gespannt,
ich hoffe, dass es mich mal in diese Gegend treibt...
Das Bier aus der Flasche kann schon punkten, vom Faß ist es sicher
noch interessanter. Das "Höchstädter Helles" ist
für mich ein gutes kräftig gehopftes Schankbier. Es wirkt
kräftig und gediegen und nicht verlangend und süffig. Vielleicht
ware es so in der alten Zeit. Kräftig und gut.
Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516
Fazit: Ein kräftiges Helles
Bewertung: + + + + - [t
12/09]
P.S. Danke an Thomas A. aus Höchstadt für
die freundliche Zusendung der Proben
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Brauhaus Höchstadt Hell (4,7 %) seit ? aus Höchstadt in Bayern:
Das geschieht nicht oft. Die Brauerei hat uns kürzlich kontaktiert
mit der Bitte, die Tests noch einmal zu wiederholen. Zum Zeitpunkt der
ersten Unterdielupenahme hätte es Probleme mit dem Gärkeller
gegeben. Die jetzige Qualität wäre höher. Schaun’
mer mal.
Gemütlicher Schaum, der einem beim Anblick ein wohliges Gefühl
entlockt. Die Farbe ist mittelgelb und glasklar. Herzhafter aber nicht
zu aufdringlicher Geruch nach malziger Würze.
Ein sehr spritziges und frisches Bier. Die Kohlensäure meint es
gut, erzeugt viel Wirbel, übertreibt es aber nicht. Der Geschmack
ist klar malzgefärbt, wirkt kernig und herzhaft, wenn auch die
Vollmundigkeit ausgeprägter sein könnte. Das Malz wirkt frisch
und jung, sehr natürlich, wie eben frisch geerntet. Im Abgang wirkt
er fast ein wenig überspitzt und spelzig. Der Hopfen hat eine leicht
holzige, feinbittere Note. - - - Ich geb’s zu. Eben hab ich gelunst
und den alten Test durchgelesen und bin jetzt etwas überrascht.
Blumiges hat der Hopfen nichts an sich. Und die Süffigkeit ist
hier nicht optimal. Dazu ist die Kohlensäure zu arg. Der Antrank
fällt nicht groß ab. Der Geschmack hier ist relativ gleich
bleibend. Ich muss sagen, dass diese Version nicht so stark auftrumpft
wie die erste. Vor allem das Raffinierte ist hier nicht zu finden. Wirkliche
Begeisterung kommt wenig auf. Ein ordentliches Bier mit eher herbe-trockenem
Charakter und mäßiger Süffigkeit mit einer leicht unreifen
Note im Finish.
Fazit: Das spritzige Helle Teil 2
Wertung: + + + + [t 09/06}
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Thomas A. für die neuerlichen
Proben.
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Brauhaus Höchstadt Hell (4,7 %) seit ? aus Höchstadt in Bayern:
Etwas mageres Label. Sprüht nicht gerade vor Phantasie und spritzigen
Ideen. Aber das muss ja nichts heißen.
Etwas dumpfer, malziger Geruch mit etwas schwach Fruchtigem. Nicht übermäßig
ausdrucksstark. Die Schaumbildung hält sich in Grenzen. Die Struktur
ist mittelporig. Die Farbe ist mittelhell.
Überraschender Antrank. Vor allem der Hopfen tut sich hervor, auf
eine sehr milde und blumige Art. Das hätte man nicht erwartet.
Der Abgang ist zwar ziemlich kurz geraten und dieser Abfall deutet sich
schon im Mittelteil an, aber der Antrank hat es wirklich in sich. Hat
fast schon böhmisch-blumige Tendenzen. Lässt sich gut an.
Wirklich. Muss man sagen. Leider verdünnt sich dann das Aroma etwas
und klingt in einem eher lauen Abgang aus. Ja. Aber der Antrank.
Süffig ist dieses Bier enorm. Das Wasser geht eine kongeniale Symbiose
mit der Kohlensäure und den Zutaten ein; im Sinne von gut, rasch
und glatt trinkbar. Da eckt nichts an. Keine Haken und Ösen. Nur
runder, strammer Lauf. Die Speiseröhre wird regelrecht bepinselt
und der Schmeichelfaktor ist nicht klein. Hat man also mächtig
Durst und möchte sich nicht mit opulenten oder schrägen Aromen
herumärgern sondern einfach nur ein süffiges und gutes Bier
trinken, der liegt beim Brauhaus Höchstadt Hell absolut richtig.
Hier findet er sein Nest. Möchte man aber seine Sinne reizen, so
gibt es durchaus profundere Gebräue, obschon gerade der Antrank
dieses Bieres eine überraschende Vielfalt, in erster Linie blumig-hopfige
Malzigkeit bereit hält. Gar nicht mal unerheblich, dieser Gerstensaft.
In der Masse de Bayerischen Hellen vielleicht nicht der Aromatiger.
Aber ein enorm süffiger Vertreter mit einer willkommenen Abwechslung
in Form einer sicher nicht alltäglichen Geschmackskreation.
Fazit: Höchster Süffigkeitsfaktor
Wertung: + + + + + (t
06/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen
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