Brauhaus Höchstadt Doppelbock, Brauhaus Höchstadt / Aisch
e.G., Bayern, D, 0,5l Mehrwegflasche, Alc 7,5%vol
Das Doppelbock aus Höchstadt - das ist schon eine interessante
Sache, da die Vortester so gute
Noten vergeben haben. Ich will jedoch ohne Vorurteil testen. Deshalb
blieb die Flasche auch noch
im Kühlschrank liegen, bis ich den gelesenen Testbericht zu 99%
wieder aus meinem Kopf hatte.
Sehr schüchtern ist es noch - es steht in der offenen Flasche vor
mir. Das Etikett ist schlicht und verrät nichts über Qualitäten.
Ich bin nun doch neugierig. Eine gute goldene Bierfarbe, klar ist es
und wenn ich recht sehe, schimmern ein paar dunkle kupfern rötliche
Farbtöne mit. Der Schaum liegt behäbig obenauf. Und der knistert
leise, also in einigen zehn Sekunden noch mal drauf achten...
Der einzige Anfangsgeruch ist ein weiches süßes Malz. OK
Doppelbock - mal sehen was wird. Oh - ein Malz, stark, fest, kernig
und süffig. Das geht? Ja - das geht. Ein klein wenig nur kommt
der Alkohol hervor, nicht aufdringlich. Das Malz hat sowohl Frucht -
so in Pfirsich-Banane-Richtung, als auch ganz und gar trocken-kernige
Gersten-Aromen. Frisch und überzeugend. Da passt alles zusammen.
Das Wasser ist weich und schmeichelt den guten Zutaten. Ich möchte
fast sagen, dieses ist das eigentliche Höchstädter Bier. Eines
der Besten aus diesem Hause jedenfalls. So eine große Lust auf
den nächsten Schluck hatte ich ja lange nicht! Fein und herb und
ausserdem noch süffig - wie machen die das?
Die Kohlensäure hält sich zurück, wie es sich für
ein Bier dieser Kategorie gehört. Auch das passt. Schade, der Schaum
gibt nun auf. Aber das Glas ist ohnehin fast leer. Und die ganze Kraft
des starken Malzes wirkt und schmeckt. Andere Biere dieser Klasse sind
einfach nur süß oder sogar zu süß. Dieses nicht.
Es hat so ein "Gewisses Etwas", das sich schwer beschreiben
läßt. Man muß es trinken für diese Erfahrung.
Weich, schmeichelnd, feinherb, kernig malzig, süffig. Von vorn
bis hinten gut. Dieses Bier ist ein aufrichtig handwerklich gut gebrautes,
es macht Spaß, es schmeckt und es ist gut! Volle Punktzahl nach
Franken!
Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516
Fazit: Ehrlich und gut.
Bewertung: + + + + + +
[d 12/09]
P.S. Danke an Thomas A. aus Höchstadt für
die freundliche Zusendung der Proben
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Brauhaus Höchstadt Doppelbock (7,5 %) seit ? aus Höchstadt
in Bayern:
Mächtig potenter Schaum für diese Stammwürzeklasse. Auch
die Farbe erfreut aufs Höchste mit ihrem reinen Bernsteinschimmer.
Festes, sattes, weites Malz prägt den Geruch dominierend.
Überwältigender Malzhammer gleich zu Beginn. Dazu eine edle
Schärfe, die zeigt, dass auch der Hopfen zu Wort kommt. Das Wasser
weich wie Watte. Die Kohlensäure weich und samtig. Das Aroma hat
etwas kerniges, knarziges, handfestes, wirkt mächtig aber nie übertrieben.
Eher fügen sich die Zutaten unter den gegebenen Vorraussetzung
harmonisch zusammen als aufdringlich. - - Der Süffigkeitsfaktor
ist hoch. Viel zu hoch vielleicht. Man ist rasch geneigt, die Selbstkontrolle
aufzugeben und sich nur noch diesem honigsüßen Aromapflock
hinzugeben. Honigsüß und harzig-herb in einem. Interessant,
dass die Höchstädter nicht nur auf plumpe Süße
gesetzt sondern auch ein wohlgestaltetes Gegengewicht in Form des aufrechten
und gesunden Hopfens mit eingebaut haben. Damit gewinnt das Bier an
Format. Erstaunlich schlank in seiner Vollmundigkeit. Verblüffend
herb in seiner Süße. Das ist ein Bock der eindeutig gelungenen
Sorte. Ungemein süffig. Enorm transparent und klar. Voll und schlank
in einem. Überbordend und asketisch zugleich. Herzhaft. Kernig.
Sanftmütig-würzig. Ein Bock der gehobenen Art mit großem
Gefahrenpotential, denn die unauffällige und zugleich einnehmende
Art wirkt nicht nur verführerisch, sie ist es – im wahrsten
Sinne des Wortes. Jede Wette, dass der Bockbieranfänger diesem
Starkbier nach spätestens einer halben Stunde erliegt und sich
nur 60 Minuten später ein einem anderen Bewusststeinszustand wieder
findet. Doppelbock aus Höchstadt. Gefährliche Sache. Und wie
der Schaum selbst in den letzten Zügen höchste Haltungsnoten
bewahrt … verblüffend. Wirklich äußerst gelungene
Sache. Ein Paradebock, dem ich gerne eine 5,5 verleihe. Vor allem auch
deshalb, weil er nicht nur sanft und süß ist, sondern auch
eine feinherbe harzige Note mit ins Spiel bringt und somit das Doppelbockbierspektrum
enorm erweitert. Sehr festgezurrt, kompakt und fast unaufhaltsam vorwärts
drängend.
Fazit: Starke, vollmundige, gefährliche Sache
Wertung: + + + + + - [t
03/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
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Brauhaus Höchstadt Doppelbock (7,5%) aus Höchstadt/Aisch,
Bayern
So, also jetzt der nächste Doppelbock. Ich freu mich drauf wie
ein kleines Kind. Es ist jetzt genau 10 Minuten nach Mitternacht und
ich hab gerade erst Feierabend gemacht, da ist der Doppelbock vom Brauhaus
genau das Richtige zum Entspannen. Ich hoffe mal auf angenehmen Art
und Weise. Es ist ein heller Bock, Verzeihung: Doppelbock. Mit ordentlich
Schaumentwicklung, von feinen Poren im unteren Schaum in gröbere
nach oben hin übergehend. Wunderschön sieht er im Glas aus,
der Doppelbock. Schöne Schaumkrone, leicht rötliche, helle
Farbe. Sieht eigentlich fast zu schön aus zum Trinken. Aber na
gut, damit wäre der Bogen dann aber auch überspannt. Also
jetzt ran an den Hals das Glas. Pooooahh. Ist der gut!!! Das ist im
Moment das Einzige was ich nach dem ersten Schluck rausbring. Mannomann,
ist das ein leckeres Bier. Unverschämt zart und anschmiegsam für
einen Bock, Verzeihung: für einen Doppelbock. Aber dafür ja
erst recht. Das zarteste aller Brauwässer scheint sich da drin
zu verstecken, prickelnd perlig und erfrischend in Szene gesetzt von
der dezenten, auf genauste Perfektion verbrauten, Kohlensäure.
Das Ganze bildet ein würdiges Fundament für die geschmacklichen
Brillianzen die als Früchte der hingabungsvollen und leidenschaftlichen
Liebe zwischen Hopfen und Malz hervorgehen. Ein Bier der absoluten Extraklasse,
fränkische Braukunst wie sie nur in kleinen, lokalen Brauerei existiert.
An diesem Bier stimmt alles. Es trinkt sich unglaublich süffig.
Samt-seidig, sanft geschmiegelt und zart erlesen rinnt es den Schlund
hinunter, eben welcher mehr und mehr von diesem Wunder in flüssig
fordert. Dennoch verleugnet er seine Doppelbockigkeit nicht. Diese ist
geschmacklich einfach nur so überaus überwaltigend gut, dass
ich schwer Worte finden kann, die auch nur annähernd adequät
eine solche Brauperfektion wiederzugeben in der Lage wären. In
liebevoller Harmonie vereinen sich alle Geschmacksnerven beim Anschmack
des Brauhaus Doppelbocks um gemeinsam eben diesen in den vollsten Zügen
zu genießen. Vom ersten bis zum letzten Schluck unvergleichlich!
Ganz klarer 6er, ohne die geringsten Zweifel!
Fazit: Brauperfektion in Vollendung
Wertung: + + + + + + (pm
01/07)
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