Brauhaus Wallhall Pils (? %) 0,1-Liter-Flasche frisch vom Fass,
Hausbrauerei seit ? aus Bruchsal in Baden-Württemberg:
Am schönen Kübelmarkt in Bruchsal liegt das Brauhaus Wallhall,
das über ihr Bier schreibt: „Ein Geschenk der Götter
– Vor vielen Tausend Jahren, als die Götter ihr Bier am Himmelsgewölbe
brauten, war der Gerstensaft rein und das Brauverfahren ursprünglich.
So, wie heute wieder im Wallhall, dem sagenhaften Bierhimmel der alten
Germanen. Genau wie beim Stammvater Odin, fließt hier das Bier
vom Braukeller direkt ins Glas und zaubert allen Freunden naturbelassener
Biere einen wahrhaft überirdischen Glanz in die Augen.“
Sehr potenter Schaum. Üppig im Volumen. Sahnige Optik. Fester Stand.
Feine Poren. Das leicht trübe, schwach leuchtende Gelb darunter
passt sehr gut zur schneeweißen Krone. Fürs Auge ist das
schon mal ein Labsal. Intensiv citrusfruchtiger Geruch. Limone trifft
auf mildere Orangennoten. Ein leichte ätherische Note, sehr erfrischend,
kommt ebenso vor. Ein im Hintergrund sanft dahinwogender Hefeschimmer
gibt dem Duft Ruhe. Das Malz macht sich durch eine sanft-süße
Nuance bemerkbar. Jederzeit ist spürbar, dass dieses Bier einer
Hausbrauerei entstammt. Es wirkt natürlich, individuell, frisch,
anregend und markant.
Das Ätherische und die Citrus-Orangen-Noten bilden auch die Eröffnung.
Sehr spritzig und authentisch, natürlich im Ausdruck, spiel- und
drehfreudig. Mittig kommt eine mildere Harzimpression ins Spiel, die
von einer Spur Karamellmalz eingerahmt wird. Im Finish kommt dann der
Hopfen auf einer durchaus bitteren, leicht nussigen Spur ins Ziel. Das
ist facettenreich und spritzig. Wasser und Kohlensäure bewegen
sich auf ordentlichem Niveau, wobei letztere in der Konsistenz etwas
feiner sein könnte. Süffig und flott, obschon im Geschmackskörper
für ein Pils durchaus nicht überschlank, dennoch schön
flüssig, bietet das Pils eine sehr lebendige und lebenslustige
Trinkbasis. Ein leicht treberartiger Hauch deutet auf das Hausbier hin.
Alles wirkt rein und natürlich. Das Nussige hat Charme und Hintergrund,
wenn es auch nicht sofort auffällt. Federführend jedoch ist
das Ätherische und das Orangen-Citrusartige, das übrigens
einen leicht stachelbeerartigen Unterton besitzt. Das hat Klasse und
Format und wird sehr gekonnt eingefangen von diesem harzigen Karamellschirm.
Das Einzige, das nicht perfekt passt, ist die Kohlensäure, die
für meinen Geschmack etwas zu bizzelig eingestellt ist. Darum auch
nur die gute 5.
Fazit: Bizzeliger Hausbrauereigenuss
Wertung: + + + + +* [t
04/11]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Im Internet unter:
www.brauhaus-wallhall-bruchsal.de