Brauhaus Amberg Hell (4,8 %) Brauhaus Amberg GmbH Tradition seit 1551 aus Amberg in Bayern:

Hm. Etwas mysteriös. Übe ein BRAUHAUS AMBERG ist nirgends etwas zu finden. Und auf der Flasche stehen keinerlei Daten oder Adresshinweise. Allerdings toller Schaum. Gutes Volumen. Guter Stand. Feine Poren. Nettes Knistern. Eher hell als mittelgelbe Farbe. Der Geruch etwas hart, kantig, ungemütlich, das Malz ist vorhanden, strahl aber wenig Wärme aus.
Uphs. Das ist doch etwas aufdringlich. Das Malz wirkt ziemlich forsch, ungehemmt, süß, grob, belegt, dazu ist noch ein leicht karamellartig-klebriger, bonbonartiger, schwer zu definierender Ton zu erkennen. Das Wasser ist OK, auch die Kohlensäure macht Freude. Das Aroma ist aber ausgesprochen schwer, lastend, unbeweglich. Da fehlt die Frische und Natürlichkeit, obwohl im Ansatz vor allem das Malz einen guten Antritt hat, dann aber rasch den Mantel der Unreife über sich wirft. Komischer Ausdruck. Nicht leicht zu beschreiben. Auf der einen Seite recht auffahrend und stark, dann aber auch wieder sehr leer und lau sowie nicht ausgewogen und mild genug. Dann aber doch wieder ein Aufblitzen des Malzes, als wollte es doch weiter hinaus … aber das ist nur ein kurzes Aufflackern. Unterm Stricht ist man eher enttäuscht als erfreut. Das ist sicher kein Bier, das den Weg in den Bierolymp finden wird. Die Herkunft ist schleierhaft, so kann man auch nicht auf eine wirklich alt eingesessene Brauerei schließen. Und so schmeckt es auch irgendwie nicht. Fast ein bisschen zu lieblos und flache. Billig möchte ich nicht sagen. Aber weit davon ist es nicht entfernt. Auf jeden Fall wird man damit nicht so richtig warm, es weckt keine Emotionen, fesselt nicht, schürt nicht die Neugier, plätschert so vor sich hin. Da gibt es auf jeden Fall bessere. Auch aus Amberg.

Fazit: Es gibt bessere
Wertung: + + + - [t 10/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt