Brauhaus Schlüchtern Brauhaus Bier seit ? aus Schlüchtern in Hessen:

Intensiver Geruch nach Vanille, nach Nelke, nach Honig – mjam. Richtig weihnachtlich. Monumentaler Schaum, hellbeige, enorm feinporig, standhaft. Die Farbe ist kastanienbraun mit einem leicht rötlichen Einstich. Das Bier ist naturbelassen, unfiltriert, hefetrüb.
Weicher, samtiger, vollmundiger, bekömmlicher und milder Antrank mit viel Variantenreichtum. Verführerische Süße. Honig. Vanille. Aber auch etwas Zimtartiges, leicht röstiges. Das Malz vollführt regelrechte Freudensprünge. Ein Bier von hoher Purität. Eines, wie man es nur in Hausbrauereien vorgesetzt bekommt. Kernig. Handfest. Rührig. Riesenbandbreite. Das hat Feuer unterm Hintern. Hier spürt man die Freude, das Engagement, den Einsatz. Der Hopfen ist hier deutlich zurückhaltender als bei Hellen. Trotzdem wirkt der Geschmack rund und kompakt und vor allem niemals zu süß. Voll. Tief. Samtigsüß. Absolut rund und bekömmlich. Das hat einen Süffigkeitsgrad – Wahnsinn. Ein Bier, das in sich geschlossen wirkt und ausgewogen. Innen tobt aber ein regelrechter Aromaorkan. Vor allem das Malz entfaltet eine famose Bandbreite. Schleck. Jeder Schluck eine süße Wonne. Als Kontrast fungiert eine leicht röstige, rauchige Herbe. Gelungen. Kompliment. Bier aus einer kleinen Hausbrauerei. Der Braumeister hinter der Theke. Die Gäste zahlreich. Das Bier ein Genuss. Und speziell hier: Malz in Glanzform. Malz in höchster Spiellaune. Malz extrem. Satt. Süß. Kräftig. Kernig und handfest. Voller Ausdruck. Ein Spaß, eine Freude, dieses Bier zu trinken. Man frohlockt. Man jubelt. Man lobt. Man strahlt. Man will mehr. Nicht so aufwühlend wie das Helle. Ruhiger. Nachhaltiger. Es braucht länger, bis man gefesselt wird. Aber dann … Eine Spur Zimt. Etwas mehr Nelke. Sanftes, rauchiges Röstmalz. Ansätze von milder Hefe. Ein Hauch Honig. Herrlich. Einfach nur ein gutes Gefühl beim Trinken.

Fazit: Aber dann …
Wertung: + + + + + - [t 12/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe