Bruch SaarGold (5,1%) seit 1702 aus Saarbrücken im Saarland:
Die älteste Brauerei des Saarlandes braut ihr SaarGold mit Münchner
Malz ein und füllt es in bauchige 0,33er-Flaschen ab – unter
anderem. Die Farbe ist kräftig, klar, mittel- bis dunkelgelb. Der
Schaum ist grobporig und verschwindet leider viel zu schnell. Stand
wie Volumen sind höchstens durchschnittlich. Eindeutig malziger
Geruch mit einer gewissen Festigkeit und leichtem Honigeinfluss.
Viel Karamell. Viel Malz. Viel Süße. Das Aroma wird von einer
wachsig-honigartigen und karamellausgelasteten Note getragen und eindeutig
von der Münchner Gerste dominiert. Im Gegensatz zum Geruch entfaltet
sich im Aroma eine vollmundige und intensive Geschmackswelt, die zwar
aufs Malz konzentriert ist und dem Hopfen wenig Raum lässt, aber
das ist ja auch Programm und so gewollt. Obwohl eine gewisse Härte
in Wasser und Zusammensetzung vorhanden ist, dominiert der malzaromtische
Geschmack mit einer ansehnlichen Vollmundigkeit. Vor allem in Antrank
bietet dieses Bier viel Schwung. Der Mittelteil hält die Fahrt
dann noch größtenteils, der Abgang wirkt dann leider etwas
ausgedünnt, auf jeden Fall schwachbrüstiger. Die Harmonie
der Zutaten ist gut, wobei der Hopfen, wie schon gesagt, wenig zur Geltung
kommt, höchstens im Hintergrund sich einstreut. Malz ist Trumpf.
Keine Frage. Und das macht keine schlechte Figur. Ob aus München
oder nicht, das macht sich gut. Vollmundig und kernig, dynamisch und
kompakt. Wenn der Hopfen kommt, dann wirkt er etwas kurz und bitter,
harmoniert nicht perfekt mit dem drahtigen Malz, das viel Karamell und
ordentlich Honig ins Glas bringt. Eine gute 4.
Fazit: Malz ist trumpf
Wertung: + + + +* [t 02/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
PS: Vielen Dank an Markus J. für die Zusendung
dieses Bieres.