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| Bruckmüller Pils 03 (4,7 %) seit 1490 aus Amberg
in Bayern: Amberg ist eine schöne Stadt. Reich an historischen Monumenten. Reich an Brauereien. Ein der ganz imposanten ist die Brauerei Bruckmüller, die ziemlich zentral in der Altstadt ihr zuhause hat und mit ihren dicken Mauern und lang gezogenen Fassade fast schon einem Burg gleichkommt. Umso zierlicher das Fläschchen, in dem das Pils verpackt ist. Gerade mal 0,33 Liter. Aber das liegt sicher am kleinen Kühlschrank meiner Hotelbar, in dem ich auf dieses Bier stieß. Ich bin mir sicher, 0,5er Einheiten füllen die Bruckmüllers lieber ab. Dennoch ist der Schaum gelungen, präsentiert sich stramm und wohlgeformt. Der Geruch ist sanfthopfig, recht mild, nicht übermäßig ausufernd. Die Farbe ist unüblich hell, selbst für ein Pils. Satter, komfortabler Antrank mit viel Hopfen, kompaktem Malz und einer ausgewogenen Aromalinie. Das Bier hat eine sehr milde Ausstrahlung, hat zwar im letzten Drittel eine kurze Unsicherheit in der Kür, fängt sich aber sofort. Die Vollmundigkeit ist gut ausgeprägt. Störfaktoren sind bis auf diesen Schlenker weit hinten nicht auszumachen. Ein Pils, das nicht sonderlich anstrengt sondern sich leicht und locker und sehr flott trinken lässt. Tolle Süffigkeit. Tolles Wasser. Allerdings ist der Geschmack auch ein wenig zu gutmütig. Ein bisschen mehr Feuer und Exotik hätte man sich schon vorstellen können. Für diejenige aber, die einfach nur ein leckres Pilschen trinken möchten, ist das hier ein Paradebeispiel an gutsüffiger und milder Bierkultur. Wenn der Abgang noch ein bisschen mehr Schwung hätte, könnte man absolut zufrieden sein. So birgt er mit seiner unter anderem auch etwas zu trockenen Note doch etwas Grund zur Kritik. Klassicher Hopfen. Ordentlicher Malzanteil. Solider, unaufgeregter Geschmack. Der Beginn sicher das Sahnestück. Nach hinten hin wird es ungemütlicher und auch härter, zu trocken. Der Hopfen hat eine eher grüne Note, wenig Blumigkeit, wirkt eine Spur zu Steif. Das Malz kommt am Anfang gut in Fahrt, wirkt dann aber ausgelaugter. Vom Fass sicher stärker. Hier hat man irgendwie das seltsame Gefühl, das Bier kann sich nicht richtig entfalten, möchte, kann aber nicht. Es ist vor allem diese zu herbe Trockenheit, die wenig Leben ins Spiel bringt. Aber machen wir das Bier nicht schlechter, als es ist. Man merkt auf jeden Fall, dass hier einiges an Brau-Know-How vorhanden ist. Aber ich vermute mal, dass die Pils-03er-Kategorie nicht das De-Lux-Produkt der Bruckmüllers ist. Fazit: Brau-Know-How reimt sich Wertung: + + + +* [t 10/06] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt |
| Bruckmüller Pils 03 (4,7% vol.) aus Amberg/BY Das kleine Pils der Oberpfalz mit dem unverwechselbaren angenehm herben Hopfen-Aroma steht es auf der 0,33 l Flasche geschrieben. Und in der Tat, es ist eine viel zu kleine Flasche, denn der Inhalt ist gut. Sehr helle fast schon zitronenartige Farbe, feinster weißer und kräftiger Schaum. Der Antrank gräsern, der Übergang zum feinherben Aroma sanft und der Abgang aller Ehren wert. Ein rundum gelungenes Bier das in sich ruht mit all seiner Ausgewogenheit. Pils o3 und die Sorgen machen sich rar. Prädikat: Sorgentot Wertung: + + + + + (pat 10.01) |