Carlsberg Keller Pilz (5,4 %) 0,66-Liter-Flasche, Gründungsjahr 1874 aus Kopenhagen in Dänemark:

Warum PILZ? Schreibfehler?! Agiler, steil aufschießender Schaum. Drunter warmes Goldgelb. Die Krone fein und straff, sehr schmuck. Citrusfruchtiger, bitterer Hopfenduft, etwas Limonadenbrausesirup sorgt für süßere Momente. Nicht ganz natürlich. Ansonsten leicht und frisch.
Fruchtig auch der Antrank. Zitrone und etwas Orange. Dann ein grqaisg-nussiger Hopfen, etwas staubig, hefig, waldbodenartig, strohig. Die Kohlensäure ist zwar fein, allerdings etwas zu sprudelig. In Verbindung mit dem Zitronenlimonadeneindruck kommt das nicht wirklich sehr gut. Die Hefe ist zurückhaltend, das ist ausgewogener und anregender, denn Potenz hat sich allemal. Die 5,7 Umdrehungen spürt man nicht, der Geschmackskörper ist eher schlank aufgebaut, im Finish etwas holzig-bitter und recht trocken. Mittig ist das Aroma geschmeidiger mit einem Hauch Fichtenöl. Das Wasser ist angenehm. Der Geschmack ist überraschend natürlich, bis auf das im Hintergrund auftretende Limonadenhafte. Das Malz im Hintergrund agiert wohl etwas zu süß. Das stört etwas. Ansonsten ein klares, relativ ruhiges Bier mit grundsätzlich ausgewogenem Charakter. Teilweise recht trocken, der Nachgeschmack ist nicht ganz rein, die Hefe ärgert etwas das Citrus. Generell aber mutig und interessant, wenn man bedenkt, dass dieses Bier aus keiner kleinen Brauerei stammt.

Fazit: Der Pilz unter den Bieren
Wertung: + + + + [t 08/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Inhaltsstoffe: k.A.