Copper Dragon Finest Premium Ale Golden Pippin (4,2 %) 0,5-Liter-Flasche, gegründet ? aus Skipton in England:

Kein überbordender Schaum, aber keinesfalls enttäuschend. Cremige Optik, feine Poren, der Stande nicht übermäßig gut. Das Gelb hat einen leicht braunen Hauch mit einem Schimmer Bernstein. Süßer, zuckriger Citrusfruchtgeruch. Etwas geziert vielleicht, aber intensiv. Eine nicht unerhebliche Fruchtsäure ackert noch im Hintergrund.
Saurer, säuerlich-frischer Citrusantrank. Sehr spritzig und luftig. Mittig wechselt die Sache. Eine aufdringlich-zuckrige Malznote drängt sich plötzlich auf. Das wirkt künstlich und aufdringlich zugleich. Nicht wirklich gelungen. Im Finish wird es dann zwar etwas hopfiger, aber eine blumig-parfümartig Note, die mit Rosenöl angereichert zu sein scheint, macht es nicht eben leicht. Intensiv die Aromapalette, das steht außer Frage, ein Bier mit 4,2 Umdrehungen, das solch ein Geschmacksspektrum erreicht, beeindruckt. Aber die Harmonie zwischen den Abschnitten, vor allem der des säuerlich-fruchtig-frischen Antranks und des zäh-süßen Rests erzeugt nicht wirklich Freudensprünge. Das Wasser hingegen ist sehr geschmeidig, die Kohlensäure weich, dezent, angenehm. Die Süffigkeit könnte gigantisch sein, wäre der Geschmack etwas milder. Gerade dieser Kontrast zwischen säuerlichem Citrusfruchteinschlag und diesem anhängenden, aufdringlich-gedrängtem Blumen-Zucker-Ton. Rosen und Limone? Das passt nicht wirklich. Schräges Ding. Nicht leicht zu beschreiben. Leicht im Großen und Ganzen, schlank im Charakter, aber dieses belegte, leicht künstliche Blumensüßton macht am Ende dann doch alles zunichte. Blumenparfümzucker mit saurem Citrusstart. Und dann noch eine ordentliche Portion Butter, ranzige Butter. Nicht gerade alltäglich. Wirkt irgendwo wie ein schwüler Frühlingsmorgen. Und das Ende Oktober.

Fazit: Schwüler Frühlingsmorgen
Wertung: + + + - [t 10/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter: www.copperdragon.uk.com