Copper Dragon Scotts 1816 Finest Premium Ale (4,4 %) 0,5er-Flasche
seit ? aus Skipton (Yorkshire) in England:
Schöne Krone. Da sage noch jemand, die Britten können keinen
Schaum. Cremig. Hellbeige. Fest. Hoch. Fast tadellos. Der Geruch ist
recht dezent und zurückhaltend. Man spürt ein paar Citrusfahnen,
vor allem Orange, eine Spur Ingwer. Das Malz setzt noch ein paar süßere
Tupfer. In der Summe ist der Duft aber recht unauffällig.
Ganz anders der Antrank. Da ist sofort Musik im Spiel. Milde Citrusaromen,
die vor allem von Orangeneinflüssen dominiert werden, die obligatorische,
hier ebenfalls recht milde, Ingwernote (obwohl der Hopfen vom Kontinent
stammen soll). Auch das Malz kommt mit dem ersten Schluck sofort in
Schwung. Weich, fest und süß, unkompliziert, nachhaltig.
Dazu nussige, holzige, wurzelig-erdig Ingwernoten. Das Finish ist nach
gutem Beginn aber eher etwas lau, da fehlt etwas der Schwung. Weich
das Wasser, keine Frage, angenehm die Kohlensäure. Ein sehr geschmeidiger
Geschmackskörper, der aber in zwei Hälften zerteilt ist. Aromatisch
anfangs, interessant strukturiert, dann aber in Richtung Finish, da
wird es rasch harmloser. Schade. Denn der Geschmack zu Beginn und die
Geschmeidigkeit sind eine gute Basis. Wasser und Kohlensäure machen
eine sehr gute Figur. Die Zutaten wirken natürlich, eigentlich
auch ausgereift. Nur die Intensität ist nicht ganz das, was man
sich von einem Spitzenbier erwarten. Dafür ist die Süffigkeit
gut. - - Süßes Malz. Ingwer-Orangenoten. Fruchtig-malzig-süß
mit zum Abtrunk abfallender Geschmacks- und Intensitätslinie. Eine
4 kann man noch geben. Vor allem, weil das Nussige in Verbindung mit
den Ingwernoten sich gut macht und Stil hat.
Fazit: Zwei Hälften
Wertung: + + + + [05/10]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter.www.copperdragon.uk.com