Cristal Alken (4,8 %) 0,25-Liter-Flasche seit 1928 aus Alken
in Belgien:
Spartanische Front. Wenigstens sind hinten ein paar Infos drauf. Auch
die Größe der Flasche befriedigt nicht ganz. 0,25 Liter
ist halt schon arg wenig. Der Schaum ist fein portioniert, kleine,
kompakte Struktur, schöner Stand bei gutem Volumen und dazu schneeweiß.
Das Gelb ist hell bis mittel und klar. Der Geruch erinnert etwas an
Zugabteil, wirkt recht distanziert und unauffällig. Leicht seifenartig
mit einem Schuss kaltem Rauch. Dazu etwas Malz und eine Spur trockener
Bitterhopfen.
Oha. Was ist das für ein Unterschied, zum eben getesteten Top
Budget. Das Cristal ist dermaßen unausgewogen und kantig, so
bissig und künstlich, dass ich spontan geneigt bin, seit langem
mal wieder die Höchststrafe zu verteilen. Da ist nichts, was
überzeugt. Kein Milde, keine Reife, keine Bekömmlichkeit,
keine Raffinesse. Das Bier hat weder Charme noch Stil. Die Zutaten
holpern vor sich hin und tun dem Trinker fast weh. Man. Dabei ist
die Belgische Bierbraukunst weltweit bekannt. Das Cristal aus Alken
jedoch ist kein guter Repräsentant. Boah. Das ist echt krass.
Man kriegt es kaum runter. Wer das gerne trinkt oder sogar als sein
Lieblingsbier deklariert, der muss skrupellos sein. Puh. Das hat mit
Braukunst oder Bierkultur nichts zu tun. Das schmeckt nach Wachs und
Plastik. Und nicht nach Bier. Nein. Das tu’ ich mir nicht bis
zum Schluss an. Ab in den Maastrichter Abguss.
Fazit: Tut weh
Wertung: + [t 04/11]
-Maastricht-
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: k.A.
Inhaltsstoffe: k.A.
Im Internet unter: www.cristal.be