Hoegaarden Verboden Vrucht aus Hoegarden in Belgien:
Nach dem testen dieses Bieres wurde mir erst klar, dass die einzige Motivation für mich, dieses Bier zu kaufen, eigentlich nur der verlockende Name war. De verboden Vrucht, zu Deutsch: Die verbotene Frucht, in Kombination mit Adam und Eva auf dem Etikett hat mich schon sehr neugierig gemacht. Während der Zeit des Einkühlens freute ich mich schon bis ich endlich dieses Bier kosten könne.
Optik:
Einmalig. Noch nie etwas derartiges gesehen. Erweckt auf jeden Fall Interesse und als Verkaufsgag wirklich top. (Adam und Eva mit Bierglas)
Geruch:
Nicht so sonderlich. Man bekommt allmählich einen Eindruck davon, weshalb "verboten" auf der Flasche steht. Aber nur nach dem Geruch zu urteilen halte ich für falsch, also hab ich mir da noch keine großartigen Gedanken gemacht.
Geschmack:
Zugegeben, ich hab nicht mit dem besten Bier de Welt gerechnet. Ich hab nicht erwartet, das ich durch die Erfahrung dieses Biergenusses gleich eine Kiste Verboden Vrucht kaufe, aber bei aller Freundschaft, ein wenig mehr hätte ich mir von diesem Bier schon erwartet. Der erste Schluck begrüßt die Mundhöhle mit einer Bombe in der Hand. Der erste Schluck kann sogar mit Bierextrakt verglichen werden. Ranzig und kernig. Ungute Mischung. Gegen Ende des Bieres wird der Geschmack zusehends öd, ohne Fantasie. Malzschorle. Ein paar Minuten nach dem Bier stellt man sich die Frage, ob man an Mundfäule sterben kann, und doch fand ich es, wenn ich jetzt rückblickend an das Bier zurück denke, doch ein akzeptables Bier. Scheint der Name/Etikett zu sein.
Fazit:
Unbedingt ausprobieren, kann ich nur raten. Obwohl es an Überzeugungsargumenten mangelt, würde ich auf jeden Fall noch mal die verbotene Frucht trinken. Aber ich wage zu bezweifeln, das dieses Bier das Lieblingsbier von einem Leser dieses Berichts wird...
Fazit: Unbedingt ausprobieren
Wertung: + + + (b 2004)
De Verboden Vrucht (8,8 %) seit ? aus Hoegarden in Belgien:
Da steht der Knilch splitternackt und verführt die holde Dame (auch splitternackt) mit der Verboden Vrucht. Sehr gelungenes Label übrigens. Wer hat das in alter Manier so gemalt? Gut. So kommt man also nach drei Jahren wieder zu diesem Bier. Auf unserer legendären 2001er Biertour haben wir diesen Trunk ja im Holländerviertel in Potsdam genießen dürfen. Vielen Dank nochmals an Tanja aus Bulgarien. Leider waren wir damals schon etwas benebelt, sodass die Wertung etwas spärlich ausfiel. Drum hier ein neuer Versuch.
Der Schaum bricht schon mal alle Rekorde. Es dauert eine Ewigkeit, bis sich das Spektakel legt und das BIER endlich da ist. Der Geruch ist herb-fruchtig, beerenartig, sehr frisch, leicht an Sekt erinnernd und intensiv. Das mittelhelle Bernstein erfreut das Auge. Der Schaum ist gigantisch, fast zu standhaft.
Prickelnd, frisch, aromatisch, anspruchsvoll. Kein leicht zu verarbeitendes Bier. Auf jeden Fall enorm interessant und spannend. Wirklich viel Ausdruck und Charakter. Gleichzeitig für ein Starkbier beachtlich schlank, süffig und gut geölt. Nichts sperrt oder völlt. Sehr süffig. Absolut. Zwar ist der Inhalt der Flasche mit 0.33 Ltr. recht bescheiden bemessen. Aber das reicht schon, um ein wirklich gutes Bild abzuliefern. Breit gefächertes, nicht zu aufdringlich und doch verblüffend vielseitiges Aroma. Ich frag mich nur, warum der Kollege auf dem Etikett das Bier nicht selber trinkt ... Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man diese Frucht mit Bedacht und Vorsicht genießen sollte. Die hervorragend Süffigkeit und Milde blenden etwas über die Tatsachen hinweg. Immerhin sind hier 8,8 Biernewtonmeter am Werk. Und das merkt man bald.
Etwas zu unvorsichtig, und der Abend ist ruck zuck gegessen. Vorbei sozusagen.
Fazit: Wenn da mal nix passiert ...
Wertung: + + + + + - (t 01/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe
De Verboden Vrucht (8,8%): Schönes Label: Nackter Mann, nackte Frau. Wenn man dieses Bier säuft, braucht er keine nackte Frau mehr. Schön kräftig im Geschmack; was für Härtner.
Prädikat: Haut den stärksten Bock um.
Wertung: + + + - (minerl)