Dentleiner Landbier Hell (4,7 %) Haufbräu seit 1680 aus Dentlein in Bayern:

Sympathisches Label. Nicht viel Worte. Einfaches Label. Unverzierter Kronkorken. Kein Schnickschnack. Der Inhalt steht im Mittelpunkt. - - Eindeutig malziger Geruch. Dazu aber auch ein etwas störendes Element. Man könnte es chlorig nennen. Auch eine Spur Hopfen ist erkennbar. Der Schaum ist am Glasrand mittel- bis grobporig. In der Mitte sein fein. Stand und Volumen lassen keine Wünsche offen. Die Farbe hat einen hellen, frischen Schimmer.
Stark malzgeprägter Antrank. Hier wall eine regelrechte Malzwand auf. Das Wasser ist sehr weich und die Kohlensäure hält sich angenehm zurück. Somit wird eine beachtliche Süffigkeit erzeugt. Aber der Mitte meldet sich auch der Hopfen zu Wort, feinherb, unaufdringlich, im Abgang leicht anhaftend. Die Vollmundigkeit könnte ausgeprägter sein. Dafür wirkt das Aroma sehr schlank und lebendig. Leider wird der Geschmack von etwas schwach kantigem, künstlichem, metallischem begleitet. Zwar wirklich nur schwach, aber eben doch erkennbar. Das trübt nur am Rande. Und doch schwächt es den guten Eindruck etwas ab. Positiv zu erwähnen ist das Malzaroma, das wiederum rein und klar wirkt und der Hopfen, der dezent und etwas blumig agiert. Somit bleibt ein sympathisches, süffiges Bier mit kleinen Makeln. Man kann es sich auf einem Dorffest ebenso vorstellen, wie in einer urigen Dorfkneipe. Tolles Wasser. Sattes Malz. Etwas unrund. Zwar bekömmlich aber nicht frei von Störkräften.

Fazit: Landbier mit leichten Störungen
Wertung: + + + + (t 04/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Frank G., der uns dieses Bier aus dem bekannten Frankenland mitgebracht hat.