Didrik Luxusbryg (7,5 %) 0,5-Liter-Flasche seit ? aus ? in Dänemark:
Auf den ersten Blick ist die Heimat dieses Bieres nicht identifizierbar.
„Constantinsborg, Gyllingn/Es, Firjensborg, Schackenborg, Wedellsborg“
steht auf dem Label geschrieben. Unter www.de5gaarde.dk finde ich hoffentlich
mehr Information. Auf jeden Fall sieht das Etikett sehr edel aus. Der
Schaum gibt sich Mühe, die Konsistenz ist fein, Volumen und Stand
gefallen in Anbetracht der durchaus wuchtigen Stammwürze. Ein likörhafter,
eisbockartiger, sehr malziger Duft macht den Anfang. Dominant. Fast
drohend. Auf jeden Fall sehr intensiv. Vom Hopfen soweit kaum Notiz
zu nehmen. Auch im zweiten Anlauf ist wieder nur Malz zu erkennen. Aber
sehr kräftig und durchaus edel geprägt. Kristalline Karamellspuren
ziehen sich straff durchs Aroma. Eine entfernte Spur Tabak taucht dann
noch auf.
Ein Bier, das dem Malz gewidmet ist. Daran besteht schon im ersten Moment
kein Zweifel. Nicht mehr ganz so eisbockartig wie im Duftbereich. Nicht
ganz so bockbiergeprägt. Dennoch eindeutig von der starken Truppe.
Eine bitter-süße Karamellnote fällt auf. Nicht weich
und sanft, eher aufrecht und straff. Dieser Eindruck schärft sich
von Anbeginn ein. Der Hopfen spielt nur eine Nebenrolle, versinkt regelrecht
in dieser malzigen Masse; etwas Nussiges gibt hinzu, entfernt harzige
Komponenten tauchen auf. Im Finish dann noch ein kurzes Aufbäumen.
Aber wirklich geschmacksentscheidend ist das nicht. Viel zu dominant
und auf gerades Rückgrad geeicht das Malz. Hier wird kein Nebenbuhler
geduldet. Vielleicht etwas zu egoistisch. Aber eben auch eindeutig und
konkurrenzlos. Markiges, kräftiges, bockbiertypisches Malz. Nicht
mehr. Und nicht weniger. Wirklich luxusartig ist das auf Dauer aber
dann auch nicht. Eher etwas eingeschränkt und nicht wirklich kurzweilig.
Ein sehr malzaromatisches Bier mit recht bitteren, leicht tabakrartigen
Hopfeneinflüssen. Für ein Gebräu dieser Aufmachung letztendlich
aber doch etwas enttäuschend. Etwas mehr Spannweite und Tiefenreichtum
hätte man sich erwünscht. Weder wirklich packend noch nachhaltig.
Irgendwie langweilig mit der Zeit. Viel Kraft und viel Malzgepose. Aber
feingliedrig und nuancenreich ist das nicht. Im Malz anfangs schwungvoll.
Dann etwas zu bitter und plump. Schade. Das Äußere hat viel
mehr versprochen.
Fazit: Nicht nachhaltig
Wertung: + + + - [t 08/10]
-Lökken-
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
k.A.
Zutaten: k.A.
Im Internet unter:
www.de5gaarde.dk