Direlwanger Vollbier Hell (4,7 %) 0,5 Liter Flasche, Hirschbrauerei/Kirchbrauerei in Familienbesitz seit 1806 aus Dirlewang in Bayern:


Hirschbrauerei, Kirchbrauerei. Beide Begriffe fallen, aber keiner wird näher erläutert. Hört sich dennoch gut, gemütlich, ländlich an. Das Etikett ist herrlich altmodisch, dabei ansehnlich gestaltet, so, wie es heute vielleicht keiner mehr machen würde, aber so, wie es früher angesagt war. Der Schaum schraubt sich in keine Überhöhen empor, hat aber eine jungfräulich-weiße und durchaus feinporige Struktur. Das Gelb ist nicht klar, eine leichte Trübung ist vorhanden. Gewollt? Der Geruch ist malzig, durchaus herb, holzig, bitter, trocken. Unspektakulär.
Säuerlich-korkiger Antrank. Ups. Das wirkt irgendwie nicht ganz glatt und rund. Sehr aufgeregt, die Kohlensäure sprudelt viel zu stark. Das Säuerliche ist überbetont. Das Korkige folgt auf dem Fuße. Seltsam. Dazu diese Trübung … oha. Eben sehe ich, dass das MHD August 2009 war, zwar erst knapp drei Wochen rum, dennoch habe ich das Gefühl, dass die Sache gekippt ist. Bitter. Korkig. Sauer. Bieruntypisch. Von einem Hellen nicht viel. Ein Hauch Fruchtigkeit schimmert durch. Aber das lenkt kaum ab von der Tatsache: dieses Bier ist nicht mehr das Frischeste und in Schuss.

Fazit: Nicht mehr in Schuss
Wertung: n.m. [t 09/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
PS: Vielen Dank an Gernot W. für die Bierspende!