Distelhäuser Märzen (5,4 %) seit 1876 aus Distelhausen in Baden-Württemberg:


Nettes Label. Satter Farbverlauf. Gut organisiert. Gefällt. Macht Appetit. “Die kernige Bierspezialität“ ist auf dem Etikett vermerkt. Lassen wir’s also raus ... Kernig kann man stehen lasse, denn dieses Märzen verfügt auf der einen Seite über ein recht flüssiges und rundes Aroma, auf der anderen gesellt sich aber auch eine herbwürzige Note hinzu, die vor allem nach hinten raus für Belebung sorgt. Das Wasser ist gut in Form. Die Kohlensäure engagiert. Konsequenterweise bleibt aber das Malz tonangebend. Und das wird durch eine subtile und gleichzeitig markige Art und Weise erreicht. Man erkennt das gar nicht gleich zu Beginn. Es dauert eine Weile, ein paar Schlücke, bis man das realisiert. Um so erfreuter ist man dann. Nicht, dass das Bier bis dahin langweilig gewesen wäre. Aber ab dem Zeitpunkt der „Erleuchtung“ macht die Sache noch mehr Spaß. Rund im Lauf. Mildwürziger Charakter. Gute Süffigkeit. Keine Störfaktoren, die den Geschmack stören. Glatte Sache. Mild und bekömmlich. Und kernig auch. Keine herausragenden Eigenschaften. Dafür aber auch überhaupt keine negativen Einflüsse. Kann man sehr gut trinken. Wirkt mild. Ist bekömmlich. Malzig-rund.
„Die kernige Bierspezialität - Kernig und frisch. Die regionale Spezialität aus der Distelhäuser Brauerei. Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 und mit der Erfahrung aus über 125 Jahren Brautradition.“
Ein Bier, das nicht allzuviel Individualität aufweist, dafür aber enorm süffig ist. In einigen Momenten vielleicht etwas zu glatt und in Balance, wünscht man sich dann etwas mehr Dribblings. Das Mannschaftsspiel ist top. Der Überraschungsmoment gering. Trotzdem ein Bier, das man mehr als gerne trinkt.

Fazit: Mehr Dribblings bitte
Wertung: + + + + - (t 03/05)
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Im Internet unter: www.distelhaeuser.de