| Distelhäuser Pils (4,9%) seit 1876 aus Distelhausen in
BW: Der Geruch ist pilstypisch herb. Die Farbe etwas wässrig und dünn.
Der Schaum sackt leider schnell in sich zusammen. Das Aroma ist relativ
ausgewogen, läßt aber etwas Ausdrucksstärke und Charakter vermissen. Das
Bier ist weich und cremig, zumindest im Vergleich zum Schwind
aus Aschaffenburg. Die Zutaten harmonieren hier weit besser und bieten mehr
Genuß. Obwohl man klar sagen muß, dass das Distelhäuser kein Spitzenpilsner
ist. Eher ein Pils, das als streßloses Feierabendbier taugt. Als klassisches
Genießerbier tut es sich schwer. Jedoch liefert es eine gute Mischung aus
kernigem, würzigem Hopfen und glattem Malz. Das Wasser ist hier weich und
verleiht dem Bier eine angenehme Vollmundigkeit. Dazu mischt sich eine Kohlensäure,
die zwar nicht die Vollendung ist, aber trotzdem die Weichheit noch unterstützt.
Auffällig ist hier, dass die Zutaten eine Einheit bilden. Ein Team, dass
sich unterordnet, um im Ganzen zu glänzen und nicht durch Solos und manschaftsundienliches
Spiel auffallen. Das ist OK. Dazu ist das Distelhäuser Pils süffig und durchaus
bekömmlich. Doch. Das kann man durchgehen lassen. Als passables und schmuckes
Pils. Bietet klassisches bis malziges Pilsaroma und keine großen Geschmackssprünge
oder Aromahits. Dafür kann man es flüssig und einfach trinken. Und das kann
manchmal ganz schön viel wert sein. Man könnte es Mainstream nenne.
Ich sage, das reicht. Gute 4. Obwohl der Schaum nicht gerade als Vorbild
dienen könnte. Fazit: Schlägt Schwind klar Wertung: + + + + (t 10/02) PS: Große Auszeichnung des Distelhäuser Premium Pils beim World Beer Cup in den USA im Jahr 2002. In der Kategorie PILS belegte das Distelhäuser sage und schreibe den ersten Platz! Herzlichen Glückwunsch. Im Internet unter: www.distelhaeuser.de |
![]() |