Döbler Altstadt Hell (4,8%) seit 1867 aus Bad Windsheim in Bayern:
Das Bier lobt sich selbst aufgrund der umweltfreundlichen Mehrwegflasche! Welch sonderbare Ausnahme!! Die Flasche selbst ist die normalste Halbliter-Musikerpatrone, die ich je im leben gesehen habe und zeigt das Brauhaus Döbler höchstpersönlich. „Hell“ verkündet das Etikett und das stimmt auch, jedoch lässt die Farbe einen eindeutigen Charakter vermissen. Der Geruch ist leicht malzig-süßlich, was ja nicht unbedingt das schlechteste ist. Nach dem Einschenken bildet sich ein großblasiger Schaum, der sich nach sehr kurzer Zeit in Luft auflöst. Aufgrund des völlig abhanden gekommenen Schaums und der charakterlosen Farbe könnte man dem Amerikaner das Bier auch als süßgespritzten Äppler andrehen. Der erste Schluck bestätigt den zunächst nur mäßig begeisternden ersten äußerlichen Eindruck. Das Bier scheint nicht so recht zu wissen wo es hin möchte, aber zum Glück war ich da um dem Bier die Entscheidung zu erleichtern und die Patrone zu entschärfen. Mit jedem Schluck allerdings gewinnt das Bier an eigenständigem Charakter und zum Schluss ist es doch durchaus zu genießen.
Fazit: Trink ein ganzes, aber nicht zu oft!
Wertung: + + + - (stl 06/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: ja
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Im Internet unter: www.brauhaus-doebler.de